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„Morgen, Madame,“ antwortete ich, indem ich mich verbeugte. Und ich verließ den Salon.
Ich durchſchritt die anderen Räume und gelangte bis ins Vorzimmer, ohne hier Stephen zu treffen.
Als ich eben im Begriffe war, die Hand an den Drücker der Thüre zu legen, hörte ich in einem Zimmer in der Nähe des Vorzimmes (ohne Zweifel eine Geſinde⸗ ſtube), ein ſchallendes Gelächter; mir ſchien, ich erkenne die Stimme von Stephen, der meinen Namen in Be⸗ gleitung einiger engliſchen Worte ausſpreche; dann fing das Gelächter wieder an.
Dieſer ſcheinbar kindiſche Vorfall machte einen lebhaften Eindruck auf mich; ein unbeſtimmter Ver⸗ dacht durchzog abermals meinen Geiſt; ich machte es mir zum Vorwurf, daß ich in meinem Geſpräche mit Frau Jefferſon vergeſſen hatte, von ihr zu verlangen, wie ich es mir vorgenommen, ohne mir genau Rechen⸗ ſchaft über dieſen Wunſch oder dieſen Inſtinct zu geben, ſie möge aus ihrem Dienſte den Neger und die Mu⸗ lattin entfernen; doch bedenkend, es wäre immer noch Zeit, dieſen ziemlich zarten Gegenſtand in Angriff zu Ehubt ſchickte ich mich an, das Vorzimmer zu ver⸗ aſſen.
In dieſem Augenblick klingelte man außen; ich öffnete die Thüre, um wegzugehen, und ſah mich dem Geiſtlichen gegenüber, den ich auch am Tage vorher, in dem Momente, wo ich ſie verließ, bei Frau Jeffer⸗ ſon hatte eintreten ſehen.
Dieſes neue Zuſammentreffen unter denſelben Um⸗ ſtänden ſchien mir ſeltſam. Das iſt noch nicht Alles. Geſtern hatte mir das Halbdunkel der Treppe nicht erlaubt, die Züge dieſes Prieſters zu unterſcheiden, und als ich ihn bei der Helle des Fenſters vom Vorzim⸗ mer ins Auge faſſen konnte, war ich betroffen von ſei⸗ ner Jugend, von ſeiner hohen, kräftigen Geſtalt, und beſonders von ſeiner entſchloſſenen, leicht illuminirten Phyſiognomie, welche entfernt nichts Aſcetiſches hatte.


