Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Ceſarine.

„Ich verlaſſe mich auf Sie, mein Freund, denn ich weiß, wie vortreffiich Ihr Geſchmack iſt. Doch ent⸗ ſchuldigen Sie, Fernand, es ſchlägt die Stunde, zu der ich der Frau Superiorin des Kloſters vom heiligen Herzen bei ihr zu erſcheinen verſprochen habe; ich möchte gern pünktlich ſein. Es verſteht ſich, daß Sie jeden Tag um die Mittagsſtunde ins Sprachzimmer fommen und nach mir verlangen, und daß ich morgen Abend um acht Uhr bei Madame Raymond ſein werde.“

Ich fühlte mich ſo vertrauensvoll, ſo beruhigt durch dieſe neue Unterredung mit Frau Jefferſon, daß ich einen Augenblick unſchlüſſig war, ob ich dem Ge⸗ danken, meine zukünſtige Frau der Würdigung von Madame Raymond zu unterwerfen, Folge geben ſollte; ich bedachte indeſſen, daß bei einem ſo ernſten Umſtande ein Uebermaaß von Vorſicht und Klugheit nichts ſcha⸗ den könne, und beſchloß, die Prüfung bis zum Ende fortzuſetzen, und ſo antwortete ich:

„Ich werde heute Abend Madame Rahmond von Ihrem morgigen Beſuche in Kenntniß ſetzen.

Ceſarine.

„Ich verſpreche mir ein großes Vergnügen von die⸗ ſem Beſuche.. Wie glücklich werde ich ſein, Sie von einer ſo ausgezeichneten Frau, wie Madame Raymond

loben zu hören. Ich.

Loben ... wer weiß? Ceſarine. „Sie denken ſich vielleicht, Madame Raymond, werde mir rathen, Sie nicht zu heirathen?

Ich. „Sie iſt aufrichtig genug, um Ihnen dieſen Rath zu geben, wenn ſie es für heilſam hält. Ceſarine. „Es mag ſein, doch ich bin zu eiferſüchtig auf mein Glück und das Ihrige, um es einem ſehr ehren⸗