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und mit einer Geberde voll rührender Frömmig⸗ keit deutete Frau Jefferſon auf den Chriſtus und das Betpult, vor das ſie mich neben ſich niederknieen ließ.
Ich habe nie wahrhaft religiöſe Gefühle gehabt, denn in der Religion, deren Vorſchriften ich wenig befolge, ſieht meine egoiſtiſche Berechnung nur ein vor⸗ treffliches Mittel, zu meinem Nutzen die Frau an ihre Pflichten zu feſſeln und mir ſo die Sorgen, den Kum⸗ mer, die grauſame Schande einer ehebrecheriſchen Haus⸗ haltung zu erſparen. Dieſen Morgen aber gab ich der frommen, unwiderſtehlichen Begeiſterung von Ceſarinen nach, kniete zu ihr nieder und fühlte ein unbeſtimmtes Aufathmen der Dankbarkeit gegen Gott.
Nachdem ſie eine Zeit lang, zuweilen ihre Lippen mit Inbrunſt auf eine Art von Roſenkranz drückend, der an einer Perlenſchnur an ihrem Halſe hing, gebe⸗ tet hatte, erhob ſie ſich wieder mit einem von himmli⸗ ſcher Freude ſtrahlenden Geſichte und ſagte zu mir, indem ſie mir die Hand reichte:
„Nun, Gott befohlen, mein Freund, ich habe in dieſem Gebete neue Kräfte gegen unſere vorübergehende Trennung geſchöpft ..
Ich.
„Gott befohlen! ich werde nicht minder muthig ſein, als Sie, meine Ceſarine . Sie ſollen mich kein Bedauern, keine Klage mehr ausdrücken hören „. Nur noch zwei Worte: iſt es Ihnen genehm, die erſte Zeit unſerer Ehe auf dem Lande zuzubringen? in Fontainehleau oder in Compiégne? wir würden die letzten ſchönen Tage des Herbſtes benützen.
Ceſarine. „Dieſer Gedanke K mich. 6
„Dann werde ich mich bemühen, ein meublirtes Haus in einem dieſer Orte zu finden, denn das Gaſt⸗ hausleben wäre unerträglich.
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