Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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zurenken: „Meine Liebe, die ſer iſt offenbar gar nicht beluſtigend Er iſt dumm .. Der Andere war mir lieber!“

„In der That: „Der Andere war mir lieber!““ iſt ein reizend boshaftes Wort.“

„Oh! Herr Dupleſſis, ich wollte wetten, Herr von Meéligny ſchien entzückt, Sie ſeiner Frau durch Herrn von Vareuil vorgeſtellt zu ſehen.“

„Er hat ſich in der That beeifert, mich auf die liebenswürdigſte Weiſe daran zu erinnern, ſein Vater ſei mit meiner Großmutter ſehr befteundet geweſen.“

„Ich war deſſen ſicher! dieſer boshafte Hinkebein verfolgt ſeine gewöhnliche Taktik . . . Doch nun iſt

Zwiſchenact: machen Sie einen Beſuch bei den Mé⸗

ligny, man wird Sie vortrefflich aufnehmen; geben Sie mir nur den Arm bis zur Loge von Frau von Montbriſon; kennen Sie ſie?“

„Ich bin ihr einſt in der Geſellſchaft begegnet.“

„Ah! Herr Dupleſſis, es gäbe keine Läſterer mehr, wenn alle Frauen Frau von Montbriſon gleichen wür⸗ den; wir find, ſie und ich, in die Welt zu gleicher Zeit, vor ungefähr dreißiggahren⸗ eingetreten, und ob⸗ gleich die Marquiſe ſchön war wie die Liebesgötter und ſehr von Huldigungen umgeben, ſo flößte doch ihre liebenswürdige Tugend Allen eine ſolche Achtung ein, daß ſelbſt die Unbeſonnenſten und Vorwitzigſten immer nur mit Maß und Ehrfurcht von ihr ſprachen. Als das Alter kam, wurde Frau von Montbriſon eine von den durch die Erhabenheit und die Würde ihres Cha⸗ rakters ſo hochgeſtellten Frauen, daß einem ſchon ihre Freundſchaft eine ſeltene Hochachtung erwirbt. Ich finde einen Wohlgefallen daran, ſo mit Ihnen zu ſpre⸗ chen,“ fügte Frau von Belval bei, „weil ich Ihnen be⸗ wieſen will, mein lieber Herr Dupieſſis, daß ich edlen Charakteren, wenn ſie ſich ſinden, Gerechtigkeit wider⸗ fahren zu laſſen weiß. Und nun gehen Sie; ich werde Frau von Montbriſon fragen, mit mir