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abzunehmen und ihrem Bedienten zu übergeben, näherte ich mich ihr und ſagte, indem ich mir den Anſchein der Verwunderung gab, zu meinem ehemaligen Kame⸗ raden von den Garden:
„Ah! Du biſt es, Vareuil? guten Abend;“ dann mich tief vor Frau von Meéligny verbeugend: „Erlau⸗ ben Sie mir, Madame, daß ich mich erinnere, eines Abends die Ehre gehabt zu haben, Ihnen von meinem vortrefflichen Freunde, Herrn von Vareuil, vorgeſtellt zu werden?“
Die junge Frau machte große Augen, ſchaute mich mit einer verblüfften Miene an, firirte mich dann abermals und erwiederte, indem ſie ihre Erinnerun⸗ gen zu ſammeln ſchien, erröthend:
„Wie, mein Herr, Sie ſind es!“
„Ja, Madame, ich bin es, gegen den ſich dieſer liebe Oberſt an jenem Abend ſo rührend mitleidig gezeigt hat; er geſiel ſich darin, mich für den Unglück⸗ lichſten der Menſchen zu halten, und ohne Zweifel, um mich zu tröſten, hat er Sie gebeten, Madame, Sie einen Moment Ihre Blicke auf mir verweilen aſſen .
„Ei! mein Lieber,“ verſetzte Vareuil, mit ziem⸗ lich verdrießlicher Miene kichernd, „da Dir Madamt ſchon gegeben hat, ſo mache nicht ſo den Bettler!“
„Hören Sie ihn, Madame?“ ſagte ich der jungen Frau zulächelnd, „wie ihn der Reichthum ſo hart ge⸗ gen die armen Leute macht, dieſen lieben Vareuil! Weil er die Ehre und das Glück hat, Sie zu beglei⸗ ten, Madame, will er Ihre Almoſen beſchränken . Werden Sie indeſſen nicht die Gnade haben, mir zu erlauben, daß ich noch bettle „ um die Gunſt eini⸗ ger Augenblicke in Ihrer Loge während eines Zwiſchen⸗ acts?“
„Ich werde Ihnen dieſes Almoſen mit den größten Vergnügen bewilligen, wenn Sie einige Augen⸗ blicke haben, die Sie uns, Herrn von Meéligny und


