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ſchönſten Tagen. Ich fuhr in einem reizenden kleinen Coupé, beſpannt mit einem rothbraunen Stepper*), der mich ſechstauſend Franken gekoſtet hat; mein Groom ſaß tadollos angethan neben meinem Kutſcher, ich kath raſch in die Nähe der Italieniſchen Oper, wo ich mich der Reihe anſchloß. Es gibt einen Gott für die Lie⸗ benden oder für diejenigen, welche danach trachten, ſich auf eine würdige Weiſe dieſen Titel zu verdienen. Der Zufall wollte, daß mein Coupé gerade hinter der Ber⸗ line von Frau von Meligny Platz nahm (Frau von Meligny iſt der Name der jungen Frau, der mich Vareuil auf eine ungezogene Art vorſtellte, als ich mich in einer Bettlerkleidung anſchickte, ſtoiſch in's Parterre, in Form einer Herausforderung den Eitel⸗ keiten der Welt zugeſchleudert, einzutreten).
Bald hielt der Wagen, der vor dem meinigen fuhr, vor dem Prriſtyl des Theaters, und ich ſah zuerſt Vareuil, dann Herrn von Méligny, dann ſeine Frau ausſteigen, und alle Drei gingen die Freitreppe der Fagade des Theaters hinauf; mein Coupé rückte vor; mein Pferd, ein ſehr hitziges Thier, ſprang mit allen vier Füßen, Feuer aus dem Pflaſter ſchlagend; dieſer Lärmen machte, daß Vareuil, den Frau von Möéligny den Arm gab, ſich umwandte. Und ſie ſagte zu ihm:
„Sthen Sie doch, welch ein herrliches Pferd!“
Mein Groom öffnete den Schlag, ich ſtieg unter den erſtaunten Blicken von Vareuil aus, ſtellte mich, als erkennte ich ihn nicht und als hätte ich den Aus⸗ ruf von Frau von Méligny über die Schönheit meines Pferdes nicht gehört, und ging langſam die Stufen der Freitreppe hinauf; als ich aber unter das Veſti⸗ bule des Theaters kam, und in dem Augenblick, wo Frau von Meélignh ſtehen blieb, um ihren Pelzmantel
*) Wagenpferd, ausgezeichnet durch die Thätigkeit ſeiner Schultern.


