Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Länge unerträglichen Verbindlichkeiten; abgeſehen da⸗

von, daß man ſich der Unannehmlichkeit ausſetzt, ſich

her in beſtändigem Widerſpruche mit Dieſen oder Je⸗ en zu finden, als ſich darein zu ergeben, ſich ſelbſt zu widerſprechen, was doch viel bequemer und viel lie⸗ benswürdiger iſt.“

Arme Großmutter, Sie hatten Recht! Nehmen wir das Leben nach dem Belieben der Ereigniſſe und unſerer eigenen Unbeſtändigkeit!

Ich glaubte mich fortan überdrüſſig der Genüſſe, nach denen ich nun mit einer jugendlichen Gluth ver⸗ lange; geben wir der Hinreißung nach, auf die Gefahr, uns ſelbſt zu widerſprechen.

Ich geſtehe mir übrigens ziemlich aufrichtig, um nicht zu fagen zu meinem Lobe, ich bereue es durch⸗ aus nicht, daß ich die Mitgift von Albine ihrer Fa⸗ milie zurückgegeben habe, und dieſe Mitgift hätte mich doch mächtig unterſtützt ..

Unterſtützt, wobei?

Um den Schönen, den Eleganten, den Mann von Liebesglück zu ſpielen?

Ah! es wird mir übel bei ſolchen Gedanken! eine ſolche Verwendung des Nachlaſſes der Unglücklichen wäre ſchändlich geweſen, und es gibt wenigſtens einen Grad von Zartgefühl und Ehrenhaftigkeit, unter den ich nie hinabſteigen werde.

Hiefür ſtehe ich, was auch die Schwäche, die Ver⸗ änderlichkeit meines Charakters ſein mögen!

Februar 1831.

Es iſt heute gerade ein Monat, auf den Tag, daß ich zur kläglichen Verzweiflung von Herrn Dupin, ab⸗ ſcheulich gekleidet und meinen Regenſchirm unter dem Arme, in die Italinieniſche Oper ging.

Dieſen Abend begab ich mich von Hauſe weg, ge⸗ kleidet mit ſo ausgeſuchter Eleganz, als in meinen