Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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gerichtet, todt und begraben, werden mich ſo glänzend als je wiederſehen.

Ah! Herr von Vareuil, Sie haben mich auf eine höhniſche Weiſe Ihrer Geliebten vorgeſtellt.

Wohl, es ſei! die Vorſtellung iſt geſchehen, und bei Gott! ich werde davon Gebrauch machen.

Ich will in die Welt durch einen Schlag zurück⸗ kehren, der Aufſehen erregen ſoll! Ich will, ehe ſechs Wochen abgelaufen find (und ich ſchreibe dieſes Datum hier ein), Sie, mein Lieber, bei dieſer reizenden jun⸗ gen Frau, deren Namen ich heute nicht kenne, aus⸗ geſtochen haben!

Ich habe heute dieſe geſtern geſchriebenen Zeilen wiedergeleſen, und mehr als je bin ich entſchloſſen, den Gedanken, der ſie dietirt hat, auszuführen.

Vielleicht wird dieſes Jugendgrummet ephemer ſein! was weiß ich? .

Darf ich ſeit dem letzten plötzlichen Umſturze mei⸗ ner Neigungen und Wünſche auf das rechnen, was ich einſt meine unerſchütterlichen Entſchlüſſe zu nennen die Anmaßung hatte?

Ah! meine arme Großmutter kannte die Menſchen oder wenigſtens diejenigen, welche mir gleichen, wenn ſie in Form einer Lehre zu mir ſagte:

„Machen wir nie lange zum Voraus feſtgeſtellte Pläne, damit wir uns nicht für verpflichtet halten, fie reſetbren, was beinahe immer entſetzlich langwei⸗ ig iſt.

„Nehmen wir das Leben auf das Gerathewohl, wie es kommt und geht, nach dem Belieben der Er⸗ eigniſſe und unſerer eigenen Unbeſtändigkeit.

„Bilden wir uns hauptſächlich nicht ein, wir müſ⸗ ſen dieſen oder jenen Charakter, dieſe oder jene Mei⸗ nung haben; denn um conſequent gegen uns ſelbſt zu erſcheinen, auferlegen wir uns dann eine Menge von Hemmungen, von Vorſichten, von Feſſeln oder in die