Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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greifen, unmöglich, ein vortreffliches Haus, eine zahl⸗ reiche Dienerſchaft und ſechs Pferde im Stalle zu haben; indem ich aber meine Erfahrung und meine Lebens⸗ gewandtheit benütze, kann ich noch achtbar ſcheinen.

Ich werde mich in einen Club aufnehmen laſſen, wo ich comfortable und um geringe Koſten ſpeiſe; ich miethe in der Oper einen Platz in einer Loge der jun⸗ gen Leute; ich halte mir zwei Pferde, einen Kutſcher und einen Grvom; Dupin genügt für die Bedürfniſſe des inneren Dienſtes; mein kleiner Wagen für ein Pferd wird von der äußerſten Eleganz ſein, und vom reinſten Blute ſoll mein Hak*) die Bewunderung der Liebhaber erregen!

Ah! meine Erxiſtenz kann noch ſehr anſtändig ſein und mir erlauben, eine gewiſſe Figur zu ſpielen; die gute Geſellſchaft erkundigt ſich wenig nach dem Stande des Vermögens, wenn man auf einem anſehnlichen Fuße lebt; ungefähr fünfzehntauſend Franken von mei⸗ nem Kapital genommen werden genügen, um meinen Stall mit dem Nöthigen zu verſehen; bei meinen nicht äußeren Ausgaben werde ich die ſtrengſte Sparſam⸗ keit zur Anwendung bringen; ich bin kein Spieler, und in meinem Alter ſind die Frauen, Gott ſei Dank, kein Gegenſtand von Ausgaben; ich habe Ordnung, und ohne die Ereigniſſe von 1830 und meine traurige Phantaſie, meine Güter in Werth ſetzen zu wollen und Fonds in induſtriellen Unternehmungen zu wagen, wäre ich ſo reich als früher; denn bis zur Zeit mei⸗ ner Verheirathung hatte ich mein Vermögen vortrefflich verwaltet. Gewarnt durch dieſe grauſame Lection will ich Ordnung, Klugheit, Weisheit verdoppeln, und ich werde nicht die Schmach haben, in den Augen meiner alten Bekannten im Anſehen zu ſinken.

Ja, diejenigen, welche glauben, ich ſei zu Grunde

*) Promenadepferd.