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glühend nach dem begehre, was ich verachtet, verleug⸗ net habe, ohne dazu genöthigt geweſen zu ſein.
Ich hielt mich für alt, erſchöpft, abgeſtumpft; ich fühle mich jung, glühend und verzehrt vom Durſte nach Genüſſen!
Nein! nein! das iſt nicht möglich, meine Eindrücke von heute Abend täuſchen mich.
Seit drei Jahren habe ich in Riballiére oder hier in einer völligen Einſamkeit gelebt; heute Abend fand ich mich plötzlich gerade in den Mittelpunkt des vor⸗ zugsweiſe prunkvollen Lebens verſetzt; daraus erfolgte für mich eine Art von Blendung, von vorübergehen⸗ der Berauſchung, doch nicht mehr .. .
Meine Lage iſt die eines Menſchen, der, nachdem er ſeit langer Zeit auf den Gebrauch des Weins ver⸗ zichtet, ein einziges Glas trinkt, und dieſes Glas ge⸗ nügt, um ihn zu berauſchen.
Heute Abend bin ich trunken, die Dünſte dieſer Trunkenheit werden morgen zerſtrent ſein.
Morgen!
II.
Ich kann und will mich nicht täuſchen, ich war geſtern nicht trunken, oder die Trunkenheit war ſehr mächtig, denn ſie danert zu dieſer Stunde noch fort.
Nie habe ich den Neid gekannt, und ich fühle ihn auf eine brennende, herbe, gehäſſige Art in mir! Der Gegenſtand dieſes Neides iſt ſeltſamer Weiſe Vareuil .. Warum er mehr als ein Anderer?
Ich weiß es nicht.
Vielleicht, weil er allein unter meinen alten Be⸗ kannten mich bis auf den Rücken beſchmutzt geſehen und den Controleur mir grob hat zurufen horen, mein


