Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Einkünfte.“ Dann grüßte er mich mit einer Protee⸗ torsmiene und fügte bei: „Adieu, mein Lieber.“

Wonach der Oberſt, mir den Rücken zukehrend, mit der reizenden Frau am Arme, der der kleine Häßliche, ihr Gatte, nachhinkte, behende die Treppe hinauſſtieg.

Obgleich abgeſchmackt, hatte die Anſpielung, welche Vareuil auf das Vermögen, das ich früher beſaß, ge⸗ macht, doch nichts Beleidigendes; dennoch wurde ich purpurroth, und meine erſte, faſt unwillkürliche Be⸗ wegung war, daß ich Vareuil folgte, der immer wei⸗ ter die Stufen der Treppe hinaufſtieg; aber plötzlich S ich die grobe Stimme des Controleur mir zu⸗ rufen:

„Hel. Herr! Herr! . dieſe Treppe führt erſten Rang, und Sie haben nur ein Parterre⸗

illet.“

Bei dem an mich gerichteten Zurufe: „He! Herr!“ drehten ſich Vareuil und die junge Frau um, ſobald ſie aber das Ende der Worte des Controleur ver⸗ nommen, gingen ſie vollends die Treppe hinauf; ich hörte Vareuil laut lachen; mein Zorn verdoppelte ſich, und ich ſtieg auch noch eine Stufe hinauf.

„Aber, mein Herr, gehen Sie doch herab!“ rief mir der Controleur zu; „ich ſage Ihnen noch einmal, dieſe Treppe führt zu den Logen des erſten Rangs, und Sie haben nur ein Parterrebillet!“

Ich ſah ein, meine Verfolgung wäre vergeblich, und blieb verlegen ſtehen mitten unter Neuankommen⸗ den, die durch ihre Blicke und durch ihr ſpöttiſches Lächeln zu ſagen ſchienen:

„Iſt dieſer Menſch verrückt? Bildet er ſich mit ſeinen beſchmutzten Stiefeln und ſeinem abſcheulichen Ueberrock ein, die erſten Logen ſeien für ihn gemacht?“ I=ch ſtieg alſo wieder die Treppe hinab, jedoch in einem ſolchen Zuſtande von Aufregung, daß ich im Be⸗ griffe war, den Saal zu verlaſſen; ich empörte mich indeſſen gegen dieſe neue Schwäche, wollte bis zum Ende