Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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vor dem Gräßlichen, auf das ich ſann, bezeichnete richtig das alberne Gewicht, das die Welt auf dieſe kindiſchen Dinge legt, aus denen das beſteht, was man das elegante Leben nennt. Ich antwortete auch Dupin mit eben ſo viel Selbſtzuftiedenheit, als hätte ich mich angeſchickt, mit Gefahr meines Lebens ein furchtbares Vorurtheil Breſche zu ſchießen:

Geben Sie mir meinen Regenſchirm, mein lieber Dupin! Ich weiß Ihnen Dank für Ihre muthige Er⸗ doch ich werde zu Fuße zu den Italienern gehen!

Der arme Mann gab einen langen Seufzer der Reſignation von ſich, begleitete mich bis zur Thüre, öffnete dieſe und fagte nur noch mit einem Ausdrucke tiefen Kummers und ehrerbietigen Vorwurfs:

Ah! Herr, ah! Herr!

Ach! Alles dies ſcheint in der That kindiſch und elend . Die Zufälle des menſchlichen Geſchickes ſind jedoch ſo, daß dieſer Abend einen unglücklichen Ein⸗ fluß auf mein Leben üben ſollte.

Als ich nach der Vorſtellung in meine Wohnung zurückkam, fügte ich folgende Blätter meinem ſeit dem Tode von Albine unterbrochenen Tagebuche bei.

Januar 1831. Ich komme von der Italieniſchen Oper zurück. Es iſt für mich von der höchſten Wichtigkeit, auf⸗ richtig hier die Gefühle zu bekennen, die dieſer Abend in mir hinterlaſſen hat. Leſe ich dieſe Zeilen wieder, ſo werde ich vielleicht für die Zukunft eine nützliche Warnung darin finden. So niedergeſchrieben, erſcheinen mir meine Gedanken immer ſchärfer ausgedrückt und bieten mir dann Stoff zu langen Reflerionen; ſie verhindern mich allerdings ſelten, das Schlimme zu thun; doch iſt es gethan, ſo Fernand Dupleſſis. III. 3