Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Aber Sie können ja bei den Italienern einige von Ihren Bekannten treffen? ...

Ich hoffe es.

Und wenn man meinen guten Herrn ſo wenig ſchicklich, für einen Opern⸗Abend, gekleidet ſieht, ſo wird man glauben, er ſei völlig zu Grunde gerichtet.

Mein lieber Dupin, iſt Ihnen Ihr Lohn pünkt⸗ lich bezahlt worden?

Gewiß.

Belagern Gläubiger meine Thüre?

Nie gar nie.

Das genügt meinem Bewußtſein.

Gut, gut! aber bedenken Sie doch, mein lieber Herr, ich beſchwöre Sie! mit einem Regen⸗ ſchirm bei den Italienern ankommen, Sie, der Sie ſonſt immer aus einer ſo ſchönen Equipage ausſtiegen! WMein Gott! was wird die Welt ſagen?

Die Welt! ah! die Welt? gerade um ihr zu beweiſen, daß ich mich den Teufel darum be⸗ kümmere, was man ſagen wird, gehe ich heute Abend in dieſem Aufzuge zu den Italienern. Geben Sie mir meinen Regenſchirm.

Beſter Herr! rief Dupin mit einem kläglichen Ausdrucke,laſſen Sie mich Ihnen eine Abendtvilette beſorgen ich werde ſodann einen Remiſe holen. Es iſt erſt halb fünf Uhr .. . und wenn es ſein muß Hören Sie! .. . rief mein Kammerdiener in einem Aufſchwunge heldenmüthiger Opferwilligkeit,ja, wenn es ſein muß obſchon ich kein Livreediener und in meinem Leben nicht hinten auf einen Wagen geſtiegen bin ich werde hinten auf den Remiſe ſteigen, um einen Lackei vorzuſtellen Ich bitte nur um Erlaubniß, eine große Halsbinde in Form eines Naſenbedeckers umlegen zu dürfen, um nicht er⸗ kannt zu werden.

Die Selbſtverleugnung dieſes neuen Caleb machte mich lächeln; ſeine lächerliche, aber aufrichtige Angſt