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wartete ich ziemlich ungeduldig die Stunde, mich zu den Italienern zu begeben, und gegen ſechs Uhr, darich einen Zeugen meiner Seelenſtärke haben wollte, ſagte ich zu meinem Kammerdiener in dem Augenblick, wo ich mich anzukleiden im Begriffe war:
„Es iſt heute Dienſtag, nicht wahr, Dupin?“
Herr.“
„Ich wollte hierüber Gewißheit haben, da ich in die italieniſche Oper gehen werde.“
„Ach! mein Gott!“ rief Dupin, die Hände fal⸗ tend, „warum haben Sie mich nicht früher hievon in Kenntniß geſetzt, mein verehrteſter Herr? Ich hätte einen Remiſe⸗Wagen geholt. . Ich hätte ſeidene Strümpfe, lackirte Schuhe, eine Abendtvilette bereit gehalten. .. Mun werden Sie warten müſſen Ich laufe, um mich in der Nachbarſchaft nach einem Wagenvermiether zu erkundigen, wenn nicht etwa.. doch nie werde ich es wagen, dies vorzuſchlagen ...“
„Schlagen Sie immerhin vor, mein lieber Du⸗ pin .
„Sie würden einwilligen, in einem Fiacre zu den Italienern zu fahren?“
„Nein, denn ich gehe zu Fuße.“
„Zu Fuße! es hat ja den ganzen Tag geregnet.“ „Mit den guten ſchweren Stiefeln mit doppelten Sohlen, mit meinem dicken Ueberrock und meinem Schirme fürchte ich weder Koth, noch Regen, mein lieber Dupin.“
„Schwere Stiefel! einen Regenſchirm! einen Ueber⸗ rock! um zu den Italienern zu gehen,“ verſetzte der ſehr an den Förmlichkeiten hängende Diener mit einem ſchmerzhaften Erſtaunen; „haben Sie denn auch be⸗ dacht, mein lieber Herr?“
„Wie?“ ſagte ich, indem ich mir den Anſchein der
erwunderung gab; „was iſt denn hiebei ſo Außer⸗ ordentliches?“


