Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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denen Muſeen; einen Theil der Bibliothek von Ribal⸗ liere hatte ich behalten; ich las viel, und oft beſchwor ich, in eine ſchwermüthige Träumerei verſunken, das rührende Andenken an Albine und zuweilen auch das an Madame Rahmond wieder herauf.

Ich wollte keine von meinen alten weltlichen Ver⸗ bindungen wieder anknüpfen, weniger noch, weil ich dieſer glänzenden und leichtfertigen Exiſtenz müde war, von der ich ſo ſehr Gebrauch und Mißbrauch gemacht hatte, ſondern aus einer Art von Stolz, den ich mir nicht geſtand.

Ohne Bedauern nahm ich, in Folge meiner neuen Philoſophie, die Mittelmäßigkeit meiner Lage an, aber ich wäre vor den Augen meiner ehemaligen Vergnü⸗ gensgefährten darüber erröthet.

Ich wußte nichts vom Schickſale von Jean und ſeiner Mutter, und ohne mich ſonſt mit Politik zu be⸗ ſchäftigen, vermuthete ich, nicht ohne Grund, der Gang der Dinge muͤſſe den Hoffnungen von Madame Raymond und ihrem Sohne, treu ergebenen Parteigän⸗ gern der Republik, einen ſchmerzlichen Schlag bei⸗ bringen.

Seit meiner Rückkehr nach Paris war ich gleich⸗ ſam nicht in die Stadt hineingekommen; meine Woh⸗ nung, welche ganz nahe bei der Barrisre de Monceau lag, erlaubte mir, die Felder durch beinahe verödete Straßen zu erreichen. Aus meiner Einſamkeit hörte ich mit einer Art von philoſophiſchen Verachtung das weltliche Geräuſch der Hauptſtadt des Lurus und der Vergnügungen; meine Wünſche fortan nach dem Ariome des Weiſen aufeine glückliche Mittelmäßig⸗ keit beſchränkend, ſagte ich zu mir ſelbſt:

Ich habe auch reizende Geliebten, muntere Ge⸗ ſpanne gehabt; von mir wurde auch geſprochen wegen meiner Eleganz; ich war von der beſten Geſellſchaft aufgeſucht. Eitelkeit! Eitelkeit!

Später lebte ich auf meinem Gute als vornehmer