Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Die Revolution von 1830 brachte vielen Privat⸗ intereſſen einen unglücklichen Schlag bei; ich hatte mich mit beträchtlichen Summen bei einer Bodenmehl⸗ fabrik betheiligt; dieſe Summen waren gefährdet; meine Geſchäftsleute riethen mir, das Etabliſſement, deſſen ſtiller Geſellſchafter ich war, nicht fallen zu laſ⸗ ſen, und ſo entſchloß ich mich, in der Hoffnung, meine Kapitalien, welche ſchon ſehr auf dem Spiele ſtanden, nicht zu verlieren, zu neuen Opfern; ſie verzögerten nur meinen Ruin, und Alles wurde verſchlungen.

Ich hatte auf mein Gut beinahe die Hälſte ſeines Werthes entlehnt; als der Augenblick der Zurückzah⸗ lung kam, war es mir unmöglich, meine Gläubiger zu befriedigen; was ich für mein Eigenthum erhielt, das zum Verkaufe in einer Zeit ausgeſetzt wurde, wo alle Immobilien eine ungeheure Entwerthung erlitten, war kaum hinreichend zu Berichtigung meiner Schulden.

Als meine Geſchäfte liquidirt waren, blieb mir eine Rente von ungefähr zwölf tauſend Livres, abgeſehen von der Mitgift von Albine, die ich nach den Beſtimmungen unſeres Ehevertrags be⸗ erbte; doch es ſchien mir ſchmählich, von dieſem Rechte Gebrauch zu machen und mich durch den Nachlaß dieſes unglücklichen Kindes zu bereichern, das ſo jung geſtorben, und dem ich das Daſein ſo peinlich gemacht.

Ich gab die Mitgift der Familie von Albinen zu⸗ rück; dieſe Leute waren im höchſten Maße erſtaunt und konnten nicht an das glauben, was ſie meine be⸗ wunderungswürdige Uneigennützigkeit nannten.

Was man als ein Opfer von meiner Seite be⸗ trachtete, koſtete mich indeſſen, ich geſtehe es, ſehr we⸗ nig. Ich hatte dem beinahe ganzen Verluſte meines Ver⸗ mögens mit einem Stoieismus, über den ich mich ſelbſt wunderte, in's Geſicht geſehen.

Dieſer Ruin würde mich vielleicht betrübt haben,