Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Die Strafe zog mit Jean Rahmond in das Schloß Riballiére ein. Heimgeſucht in dem ſelbſtſüchtigen Innern, das er ſich ſchändlicher Weiſe geſchaffen hatte, fühlte ſich Fernand Dupleſſis von den feigen Beſorg⸗ niſſen befallen, welche ein ſchlecht befeſtigtes Gewiſſen verrathen: er fürchtete die Schönheit von Jean Rah⸗ mond, ſeinen überlegenen Geiſt, ſeinen erhabenen Verſtand; er hatte bange, mit ihm in den Augen von Albine in Parallele zu treten. Dieſer Mann, der geſtern ſeiner noch ſo ſicher, ſchauderte bei der erſten Eventualität einer Gefahr. Er ſagte zu ſeiner Frau:

Meine liebe Albine, es wäre gut, wenn Sie ſich gegen Jean zwar ſehr artig, aber mit großer Zurück⸗ haltung benehmen würden.

Wie Sie wollen; was ich aber am Flarſten in Ihrer Ermahnung ſehe, iſt, daß ich Ihren Freund ſehr kalt empfangen ſoll.

Es gibt eine Mitte zwiſchen dieſen beiden Er⸗ tremen. Sie fühlen, es iſt für Sie, für mich, für den Wohlanſtand unerläßlich, daß Sie in Ihren Be⸗ ziehungen zu meinem Freunde mit außerordentlicher Umſicht zu Werke gehen. Sie find eine junge und hübſche Frau, Jean iſt auch jung. Sie werden wohl daran thun, ſo viel als möglich Geſpräche mit ihm unter vier Augen zu vermeiden.

Warum ſollte ich mit Herrn Jean Geſpräche un⸗ ter vier Augen haben?

Ich weiß wohl, daß er ſie nicht ſuchen wird; aber der beſſere Geſchmack heiſcht, ſich ſolchen Einzeln⸗ unterhaltungen zu entziehen.

Ei! was ſollte mir denn Ihr Freund unter vier Augen ſagen?

Sicherlich nichts, was nicht ſehr anſtändig wäre.

Auf dieſem Punkte geſchlagen, wandte er ſich gegen Jean, zu dem er ſagte:

Das iſt ſeltſam! bei der eraltirten, faſt heroi⸗