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mir doch ſelbſt Dank dafür ſagen, daß ich meine Zu⸗ kunft ſo verſtändig vorbereitet und geſichert habe. Ich weiß nicht, welcher Staatsmann geſagt hat, das beſte Mittel, die Völker zu knechten, ſei, ſie durch den Aberglauben zu verdummen und ſie durch die Befrie⸗ digung der materiellen Bedürfniſſe einzuſchläfern. Aus dem Geſichtspunkte des ehelichen Königthums iſt un⸗ ſere Frau das Volk von uns Ehegatten. Ich halte auch die genannte Methode für vortrefflich und bringe ſie in Ausübung.“
Was Fernand Dupleſſis mit kaltem Blute, mit Ueberzeugung that, war einfach abſcheulich, verbreche⸗ riſch. Aller Dinge überdrüſſig, hatte er nur eine Ge⸗ fährtin ungenommen, damit ſie ihn pflege; da er ſie nicht als Geliebte behandeln wollte, ſo behandelte er ſie als Krankenwärterin; und weil er zu viel geliebt hatte, maßte er ſich das Recht an, ſie zu verhindern, ein wenig zu lieben. Nachdem er die reizenden In⸗ ſtincte des Mädchens zurückgedrängt, tödtete er mora⸗ liſch die Frau. Das war ſchändlich und das war un⸗ geſchickt.
Doch die Strafe war nahe.
Eines Morgens erhielt Fernand ein Billet ohne Unterſchrift. Man verlangte von ihm ein Rendezvous bei einem von ſeinen Pachthöfen. Er glaubte, dieſer Brief komme von Ceſarine, doch er täuſchte ſich. Ein Mann erſchien beim Rendezvousz er kam im Auftrage von Jean Raymond, der, in einem politiſchen Duell ſchwer verwundet und von der Polizei verfolgt, ſich mit ſeiner Mutter in die Nähe des Schloſſes Riballiére geflüchtet hatte. Fernand war als Royaliſt bekannt: er ſchätzte ſich gluͤcklich, ſeinem alten Schulkameraden ein Aſyt anbieten zu können, wo es Niemand einfal⸗ len würde, Verſchworene zu ſuchen, und er dankte dem Zufall, der ihn in den Stand ſetzte, theilweiſe das Böſe, das er einſt verurſacht hatte, wieder gut zu machen. 5


