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von Riballière ſchätzen, der zahlreiche Bäche und Mühlen in Menge viel Leben verliehen.
Dieſes Zurückkommen von den erſten Eindrücken, verbunden mit der materiellen Wohlfahrt, mit der Fernand ſie zu umgeben bemüht war, führte das von ihm vorhergeſehene Reſultat herbei. Es waren nicht ſechs Wochen vergangen, als Albine, ihrer unbewußt, dem betäubenden Einfluſſe eines regelmäßigen, behag⸗ lichen Lebens erliegend, beinahe nicht mehr an Paris dachte. An was dachte ſie denn? An ihren Gatten? Nein, ihr Gatte war ihr gleichgültig. Sie dachte an harmloſe Genüſſe, an das Mittagsmahl vom vor⸗ hergehenden Tage, an das vom kommenden, an den Bau eines neuen Gewächshauſes, das an ihren Sa⸗ lon anſtieß; ſiel Schnee, ſo verſenkte ſie ſich wollüſtig in ihr Fautenuil an der Ecke eines kniſternden Feuers und warf von Zeit zu Zeit einen Blick auf ihre Ca⸗ melien.
Sie ſah Fernand nur in den Stunden der Mahle und am Abend, den ſie dazu verwandten, daß ſie Bil⸗ lard ſpielten und Thee mit fleinen Kuchen zu ſich nah⸗ men. War ſie glücklich? Sie wußte es nicht. Sie wußte nur, daß ſie wohlbeleibt wurde und den Gürtel ihrer Kleider nicht mehr zuhaken konnte. Sie ging alle Tage zur ſtillen Meſſe in die Kirche des Dorfes, nicht aus einem Gefühle inbrünſtiger Frömmigkeit, ſondern weil dies, wenn ſie den Hin⸗ und Hergang berechnete, wenigſtens zwei Stunden vom Tage ein⸗ nahm. Was ſollen wir noch beifügen? Sie entwöhnte ſich ſogar des Sprechens, und Folgendes waren mit ge⸗ ringer Abwechſelung die einzigen Worte, welche die zwei Gatten austauſchten:
„Meine liebe Albine, eſſen Sie doch von Dieſem, das iſt köſtlich!“
„In der That, mein Freund.“
„Albine, ein halbes Glas von dieſem Malvaſier?“
„Gern, mein Freund.“


