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iſt nicht da, wir ſind allein, wer könnte uns hören? Sprich, glaubſt Du, daß es auf der Welt einen Men⸗ ſchen gibt, der glücklicher, angebeteter iſt, als Hya⸗ einthe?“
Entſetzliche und zugleich naive Blasphemie!
Der Schleier, der ihre Augen bedeckte, ſollte zerriſſen werden.
An einem Unglückstage hörte Hyaeinthe, den man abweſend glaubte, von ſeinem Cabinet aus Fernand Ceſarine duzen, und er erlauſchte ein Geſpräch, das ihm keinen Zweifel über das vertrauliche Verhältniß der Redenden ließ. Der Schlag war ſo unerwartet und ſo furchtbar für den armen Mann, der an die Tugen⸗ den einer Gattin, an die Ehre eines Freundes glaubte, daß er wankte und auf den Tod getroffen niederfiel.
Nichtsdeſtoweniger wußte er bis zu ſeinem letzten Seufzer erhaben zu ſein.
„Der Fehler von Ceſarine iſt entſchuldbar,“ ſagte er; „ſie konnte mich nicht aus Liebe lieben; doch ſie hat mich ſtets mit der zarteſten Fürſorge umgeben; ich verdanke ihr die glücklichſten Augenblicke meines Lebens. Fernand, die Verſprechen, die man Sterbenden leiſtet, ſind heilig. Schwöre mir, Ceſarine zu hei⸗ rathen ſchwöre es mir . . . Ihr werdet Beide glück⸗ lich ſein; Ihr ſeid jung, Ihr ſeid ſchön, Ihr betet Euch an.“
Fernand ſchwur Alles. Er fand eine Art von Milderung für ſeine Gewiſſensbiſſe in dem Gedanken, dieſen feierlichen Eid zu erfüllen. Doch nach Verlauf von ſechs Wochen überlegte er; dieſe Heirath fing an ihm nicht mehr wie ein ſicherer Hafen gegen die Stürme der Leidenſchaft, ſondern wie das Grab ſeiner Jugend zu erſcheinen. Vergebens ſchlang Ceſarine ihre Hände um ſeinen Hals und ſagte zu ihm: „Ich bin Mutter!“ er dachte, die von ihm verführte Frau könne es durch einen Andern ſein, und es liege nichts Ehrwürdiges in einer ihrem Urſprunge nach ehebrecheriſchen Ver⸗


