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tochter einer Witwe Robin, welche in der Rue Ma⸗ zarine ein ſchlechtes meublirtes Haus beſaß, wo gerade Hyazinthe bei ſeinem Abgange von Sainte⸗Barbe wohnte. Die Witwe Robin berauſchte ſich häufig, und da ſie Ceſarine haßte, ſo ſchlug ſie dieſelbe voll Wuth. Von ſeinem Zimmer aus, das an einem gemeinſchaft⸗ lichen Ruheplatze lag, hörte Hyaeinthe das Geſchrei und das Schluchzen des armen Kindes, und mehr als einmal geſchah es, daß er ſich, trotz ſeiner eigenen Schwäche, zwiſchen der Stieftochter und der Megäre in's Mittel legte. Ceſarine war achtzehn Jahre alt und merkwürdig ſchön, ſie hatte weder ein Gewerbe, noch Geld. Hyaeinthe glaubte eine gute Handlung zu vollbringen, wenn er ihr den Antrag machte, ſie zu heirathen; das Mädchen dankte ihm, indem es ſeine Kniee umſchlang und in Thränen zerfloß.
Mit einer Einſchreibung von fünfzehnhundert Fran⸗ ken Rente, die ihm ſein Vormund hinterlaſſen, ver⸗ band Hyacinthe eine beſcheidene Stelle im Miniſterium des Innern. Das waren die ſchwachen Mittel, von denen die zwei jungen Eheleute lebten. Seit ungefähr anderthalb Jahren, daß ſie verheirathet waren, färbte das ungetrübteſte Blau den demüthigen Winkel des Himmels, wo ihr Honigmond glänzte. Alle Morgen zwiſchen neun und zehn Uhr ging Hyacinthe nach ſei⸗ nem Bureau ab; alle Nachmittage, wenn das Wetter ſchön war, erwartete ihn Ceſarine im Tuileriengarten, wohin ſie ein Buch oder eine Stickerei mitnahm. Un⸗ ter einem von dieſen Umſtänden überraſchte Fernand Dupleſſis, von ſeinem böſen Genius angetrieben, dieſe neue Eva in dem Augenblick, wo ſie den Arm erhob, um die Aepfel vom Baume des Verderbens zu er⸗ reichen.
Das war offenbar der erſte Schritt von Ceſarine außerhalb des ehelichen Weges, denn nach einigen Be⸗ ſuchen war Fernand mit Recht überzeugt, daß Ceſarine eine tiefe Zuneigung für Hyaeinthe hegte, nur konnte man
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