Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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lichkeit, und warf hiebei einen berſtohlenen Blick oben auf das Blatt; doch er bebte, als er einen Band von Faublas erkannte.

Es gibt ſeltſame Verhängniſſe!

Die Erinnerungen, welche dieſes ſchlimme Buch im Geiſte von Fernand Dupleſſis erweckte, waren ſo peinlich, daß er, ſtatt ein Geſpräch mit der jungen Frau anzuknüpfen, die Stirne gegen die Erde geneigt weiter ging.

Er war ungefähr eine Viertelſtunde auf das Ge⸗ rathewohl umhergeſchlendert und hatte ſein Cabriolet, das ihn beim Pont⸗Royal erwartete, ganz vergeſſen, als er die ſchöne Unbekannte in dem weiß und roſen⸗ farbigen Kleide am Arme eines ſehr kleinen und ſehr ſchwächlichen Mannes vor ſich her gehen ſah. Durch dieſe Hartnäckigkeit des Zufalls zu ſich ſelbſt zurückge⸗ rufen, beſchleunigte Fernand Dupleſſis ſeine Schritte, um dem Paare zuvorzukommen; dann wandte er ſich plötz⸗ lich um. Zwei Ausrufe wurden zu gleicher Zeit hörbar:

Fernand!

Hyacinthe!

Und man wechſelte herzlich einen Händedruck. Hyaeinthe war kaum gewachſen ſeit ſeinem Abgange aus dem Collége; ſein ſanftes, trotz ſeines Alters noch bartloſes Geſicht bewahrte ſeinen ſchüchternen, liebe⸗ vollen Ausdruck von einſt. Er wandte ſich lächelnd ge⸗ gen ſeine Gefährtin um und ſagte zu Fernand:

Mein Freund, ich ſtelle Dir meine Frau Ceſa⸗ rine vor, meine gute, liebe Frau.

Fernand grüßte verlegen. Sie erwiederte ſeinen. Gruß erröthend.

Diejenige, welche Faublas las, war die Frau von Hyacinthe.

Die Geſchichte dieſer Heirath war die rührendſte Sache der Welt; Fernand erfuhr es ſpäter, als er gleichſam der Tiſchgenoß dieſer jungen und intereſſan⸗ ten Haushaltung geworden. Ceſarine war die Stief⸗