Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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wie diejenigen, für welche ſich das Leben als eine Schlacht bietet? Er ging zum Feſte, der glückliche Junge, und es genügte ihm, leicht gekleidet zu ſein.

Als er fünfzehn Jahre alt war, ſchickte man ihn in das Collége von Sainte⸗Barbe.

Der Zufall, der es in ſeiner Eigenſchaft als Blin⸗ der gern übernimmt, die große Lotterie der Zuneigun⸗ gen zu ziehen, wollte, daß ſich Fernand Dupleſſis zuerſt mit zwei jungen Leuten verband, deren Gemüth dem ſeinigen völlig entgegengeſetzt. Die Rolle, die ſie in dieſer Geſchichte ſpielen werden, iſt bedeutungsvoll ge⸗ nug, um uns zu Skizzirung ihrer Portraits zu er⸗ mächtigen. Der Erſte hatte den ſanften Namen Hya⸗ einthe, er war ſchwächlich, ſchwermüthig, Waiſe und blond; die Jünglinge des Collége benützten ihn als Spielzeug, das heißt, als Zielſcheibe ihres Witzes und ihrer Bosheiten. Fernand Dupleſſis hatte Mitleid mit ihm und nahm ihn unter ſeinen Schutz; ſpäter erkannte er, was an tiefer Dankbarkeit in dieſem Herzen lag, das wohl die Verkörperung aller Märterthümer und aller Zartgefühle war.

Der Zweite hieß Jean Rahmond. Er bildete einen auffallenden Contraſt mit Hyaeinthe. Stellen Sie ſich in der That ein braunes Geſicht, kühne und zugleich nachdenkende Augen, einen unbengſamen Willen vor. Zwei Züge werden das Maß von ſeinem Charakter geben. Während einer Recreation erhielt Hyaeinthe einen elaſtiſchen Ball an's Auge; der Schmerz war ſo ſcharf, daß er ſchrille Schreie ausſtieß. Jean Raymond, der gerade vorüberging, zuckte die Achſeln und mur⸗ melte:

Weichlich wie ein Weib!

Ich möchte Dich wohl an ſeiner Stelle ſehen, 2 Fernand entrüſtet;Du würdeſt noch ſtärker ſchreien, als er.

Jean. *

Hebe den Ball auf und verſuche es, erwiederte

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