Denkwürdigkeiten eines Ehemannes. Zweite Abtheilung.
Einleitung
.
Der Leſer erlaube uns, in flüchtigen Umriſſen die Hauptmomente des, vor ungefähr zwei Jahren der Oef⸗ fentlichkeit übergebenen, erſten Theils von Fernand Dupleſſis an ſeinen Augen vorüberzuführen.
Fernand Dupleſſis wurde am Anfang dieſes Jahr⸗ hunderts geboren und von einer von jenen verzärteln⸗ den Großmüttern erzogen, welche noch ihre Haare pu⸗ dern und Candide wiederleſen. Man erräth hienach, wie ſeine erſte Erziehung beſchaffen war, und welche ſeltſame Lectionen in der Philoſophie er erhielt, als er die Wiege verließ. Sich in Freude und guter Geſund⸗ heit erhalten, nie ein ernſtes Opfer von irgend Je⸗ mand fordern oder erwarten, das Leben nehmen, wie es kommt und geht, beſonders nie eine Vergnügungs⸗ gelegenheit verſäumen; das waren die arglos ſelbſt⸗ ſüchtigen Lehren, die er von den Lippen ſeiner Groß⸗ mutter empfing, und die immer ihren ſchlimmſten Ein⸗ ſluß auf ihn übten. Damals aber war Fernand reich, warum hätte er ſich gegen die Zukunft waffnen ſollen
Fernand Dupleſſis. II. 1


