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des Irrſinns oder des Leidens wahrgenommen hatte, einen Ausdruck von wachſendem Schrecken an; plötzlich machte ſie eine heftige Bewegung, um meinen Armen, in denen ich ſie feſthielt, zu entkommen, und rief:
„Zu Hülfe! Mörder! zu Hülfe! er wird auch mich tödten er hat all mein Blut genom⸗
„Mein Herr, bleiben Sie nicht eine Minute län⸗ ger hier Ihr Anblick würde ſie tödten denn trotz ihres Deliriums erkennt ſie Sie noch,“ ſprach der Arzt mit Bangigkeit, indem er mich nach der Thüre führte. „Ich bitte, gehen Sie, ich werde Sie zurückrufen, wenn ſie ſich beruhigt.“
Ich hatte den Kopf verloren und gehorchte ma⸗ ſchinenmäßig dem Arzte; ich ging hinaus, verfolgt von dem herzzerreißenden Tone der Stimme von Claudine, denn ſie ſchrie fortwährend:
„Mördet! zu Hülfe!
Ich fiel vernichtet auf einen Stuhl, und unfähig, eine Bewegung zu machen, hörte ich im Zimmer mei⸗ ner Frau das Geräuſch eines ſchwachen Kampfes und von Schluchzen unterbrochen die Worte von Frangviſe:
„Madame! legen Sie ſich nieder bleiben Sie in Ihrem Bette! Claudine meine gute kleine Clau⸗ dine „ich bitte Sie inſtändig ſträuben Sie ſich nicht man will Ihnen kein Leid anthun „
Sie ſträubte ſich nicht lange.
Sie ſchrie nicht lange.
Ihre Anfangs kreiſchende Stimme wurde allmälig ſchwach, und allmälig machte auch die Bewegung, die ich im Zimmer hörte, einer immer peinlicheren Stille Platz, welche nur unterbrochen wurde durch das erſtickte Schluchzen von Francoiſe.
Ich weiß nicht, wie lange ich, das Ohr nach der Thüre geſpannt, um auch das leichteſte Geränſch auf⸗ zufaſſen, hier biieb.


