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durch welche Stelle Claudine von einem ſolchen Schrecken erfaßt worden ſein könnte.
„Ach! ich brauchte nicht lange, um dieſe Stelle zu finden .. Ich wiederhole ſie hier in ihrer furchtbaren Ein⸗ eit.
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Leſer haben ohne Zweifel nicht vergeſſen, daß vor ungefähr acht Jahren Herr Fernand Du⸗ pleſſis, der ſeine Frau auf friſcher That des Ehe⸗ bruchs ertappte, mit eigener Hand dieſe, ſo wie ihren Mitſchuldigen töotete. Das große Vermögen der ver⸗ ſtorbenen Madame Dupleſſis wurde von ihr zwei von ihren ehemaligen Dienſtboten, einem Mohren Na⸗ mens Stephen und einer Mulattin Namens Auro ra, vermacht. Die Erben der Letzteren, welche kürzlich mit Tod abgegangen iſt, haben nun ihren Miterhen vor das Civilgericht der Seine citirt, um u. ſ. w. u. ſ. w.
Es lag mir nichts an der Folge der Erzählung! Claudine hatte die Leſung nicht über dieſe erſten Zeilen:
„Unſere Leſer haben ohne Zweifel nicht vergeſſen, daß vor ungefähr acht Jahren Herr Fernand Dupleſſis, der ſeine Frau auf friſcher That des Ehebruchs er⸗ tappte, mit eigener Hand dieſe, ſo wie ihren Mitſchul⸗ digen tödtete,“ fortſetzen müſſen.
Ich begriff nun Alles.
Das unglückliche Kind! Claudine, die ſo furcht⸗ ſam, ſo reizbar, ſo empfindlich, daß ein Nichts ſie zit⸗ tern machte: ſie, die das Leſen einer tragiſchen Erzäh⸗ lung nicht aushalten konnte! .. ſie, die in Ohnmacht gefallen war, weil ſie einen Vogel hatte tödten ſehen, ſie erfuhr plötzlich, ihr Gatte habe ſeine Hände in das Blut ſeiner letzten Frau und des Mitſchuldigen ihres Ehebruchs getaucht!
Und dieſe entſtzliche Offenbarung hatte Claudine in dem Augenblicke überraſcht, wo ſie ſich Mutter fühlte,
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