Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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XIII.

Am 17. Mai 1841, Datum meiner unheilbaren Verzweiflung, war mein Glück, da ich Claudine Mutter wußte, ſo groß, daß ich, wie dies bei wahn⸗ ſinnig glücklichen Menſchen der Fall iſt, das Bedürf⸗ niß fühlte, Jemand mein Glück anzuvertrauen. Ich dachte zuerſt an Jean, dann an den gewöhnlichen Ver⸗ trauten meiner guten und ſchlimmen Gedanken; mein Tagebuch.

Mein Herz überſtrömte von Freude, ich fing an dieſe Blätter zu ſchreiben, in die ich die Gemüths⸗ bewegungen ergoß, welche in mir die Mutterſchaft von Claudine erweckte.

Ich verſchloß gewöhnlich mein Tagebuch im Secre⸗ taire von meinem Schlafzimmer. Da meine Frau dieſen Morgen wie gewöhnlich von Haushaltungsgeſchäften in Anſpruch genommen war, ſo ging ich zuvor hinauf, um zu ſchreiben. So eben hatte ich die Worte ge⸗ ſchrieben, welche meinen Wunſch, unſerem Kinde den Namen von Jean oder ſeiner Mutter zu geben, aus⸗ drückten, die Worte:

Dieſe von mir ſo geliebten, ſo verehr⸗ ten Namen werden für mein Kind ein glück⸗ liches Vorzeichen ſein.

Da kam mir der Gedanke, meiner Frau die von

mir geſchriebenen Blätter mitzutheilen, damit ſie be⸗ urtheile, welche Freude mich erfülle.

Als ich aus meinem Zimmer hinabging, begeg⸗ nete ich auf der Treppe Mauryz ich fragte ihn, wo meine Frau ſei?

Madame iſt in der Bibliothek, antwortete er mir;ich brachte das Journal des Débats, das mir der Poſtbote übergeben hatte Madame hat es genommen, um es zu leſen!