Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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XII.

17. Mai 1841.

Freuden des Himmels! Claudine iſt Mutter!

Ich öffne wieder mein Tagebuch, um das Datum dieſes beglückten Tages einzuſchreiben.

Claudine iſt Mutter!

Was mich bei dieſem Gedanken erfaßte, gränzt an ein religiöſes Gefühl.

Ich begreife die ganze Größe des heiligen Wor⸗ tes: Vaterſchaft.

Mein Gott! Clandine und mich in einem Kinde wiederaufleben ſehen! Unſere beiden Leben in dem ſein igen vereinigt!

Ein Kind! die lebendige Zukunft, die Zukunft unter der reizenden Geſtalt dieſes kleinen Weſens, das uns zulächelt!

Ein Kind! die Freude des Hauſes! die Hoffnung, der Troſt, der Stolz des Alters.

Ein Kind! die heilige Weihe der Liebe.

Dir, mein Gott! ſo viel Glück erſchreckt mich!

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Nein, nein, keine leere Angſt!

Dieſes Glück iſt allerdings groß, doch die Pflich⸗ ten, die es mir auferlegt, ſind ſie nicht auch ſehr groß? Oh! ja, ſie find groß, ich fühle es an den tauſend Sorgen, die mich ſchon belagern!

Wie viel Unbekanntes, wie viel Unvorhergeſehenes im Daſein dieſes Kindes von ſeiner Geburt bis zu dem Tage, wo es nach der Natur der Dinge die Augen ſchließen ſoll!

Ja, durch eine gerechte Rückkehr zur Vergangen⸗ heit din ich ſchon ſo weit, daß ich es beklage, meinen Reichthum ſo toll verſchleudert zu haben.