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über den Elphanten oder den Strauß und unterichte ſo meine Frau in den erſten Elementen der Natur⸗ geſchichte.
„Levaillant ſchildert eine von den herrlichen tro⸗ piſchen Nächten, in welchen die Geſtirne, und unter anderen das Kreuz des Süden wie Diamanten am Him⸗ mel funkeln; ich ſtelle auf meinen Tiſch eine Himmels⸗ kugel, ich ſetze nach meinen beſten Kräften Claudine den wunderbaren Mechanismus des Laufes der Sonne aus einander, und ſie erlangt ſo einige erſte Kenntniſſe in der Aſtronomie. Du begreifſt, mein Freund, welche unerſchöpfliche Schätze die Naturwiſſenſchaften, die Geo⸗ graphie, die Geſchichte, die Reiſen dieſem naiven und wißbegierigen Verſtande bieten.
„Nachdem wir in Africa oder in anderen nicht minder intereſſanten Ländern eine Stunde gereiſt ſind, denn meine Bibliothek iſt reich an Reiſebeſchreibungen, bringe ich Abwechſelung in unſer Vergnügen, und wir leben in den vergangenen Zeiten: ich leſe Claudine das Leben irgend eines großen Mannes von Plutanch vor, — eine bewunderungswürdige Erzählung, ſo einfach, ſo wahr, ſo menſchlich, daß man die Helden handeln zu ſehen und ſprechen zu hören glaubt; mit dieſer Lecture verzweigen ſich wiederum Begriffe von der alten Geſchichte. Ein ander Mal leſe ich eine Erzählung von Auguſtin Thierry über die erſten Zeiten unſerer vater⸗ ländiſchen Geſchichte, farbenreiche, pittoreske, ergrei⸗ fende Erzählungen, reich an intereſſanten Einzelnhei⸗ ten über die Sitten, über das innere Leben unſerer Väter, und über ihre verſchiedenen geſellſchaftlichen Verhältniſſe.
„Claudine lernt ſo, wie unſere Voreltern, die Gal⸗ lier, durch die Franken unterworfen, geknechtet, Jahr⸗ hunderte hindurch nach und nach als Sklaven, als Leibeigene oder Vaſallen der Herren und Könige die⸗ ſer fränkiſchen Race, welche von einem Gallien, un⸗ ſerem Mutterlande, fremden Urſprunge, gelebt haben;


