Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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übergehe nur mit Stillſchweigen die tragiſchen Aben⸗ teuer, um die übermäßige Empfindlichkeit des lieben Kindes zu ſchonen; einmal habe ich ihr den Bericht uber einen Raub, mit dem ein Mord verbunden war, vorgeleſen; plötzlich erbleichte ſie, ſetzte ſie ſich raſch auf ein Tahouret zu meinen Füßen, um näher bei mir und gleichſam unter meinem Schutze zu ſein, und zehn Nächte hindurch war ſie von entſetzlichen Träumen gequält

„Dieſe Lecture erhält mich übrigens auf dem Lau⸗ fenden in den Neuigkeiten des Tags, ſo gleichgültig ich gegen die allgemeine Politik bin. Ach! mein Freund, meine Politik faßt ſich zuſammen in dem Worte: Amneſtie, und jeden Tag ſuche ich in meinem Journal mit einer beſtändig getäuſchten Hoffnung die Verkündigung dieſer Maßregel der Milde, welche Dir und unſeren Freunden die Freiheit wiedergeben würde! Iſt die Leſung der Débats beendigt, ſo trägt Maurh den Kaffee ab, und Claudine ſetzt ſich an ihre Nähterei; dann leſe ich ihr zuweilen einen von den bewunderungs⸗ würdigen Reiſeberichten von Levaillant vor, welche ſo poetiſch wie eine Epopöe, ſo wechſelreich wie ein Ro⸗ man und ſo belehrend wie die Wiſſenſchaft; mit dieſer Lecture verzweigen ſich, wenn ich mich ſo aus⸗ drücken darf, andere nicht minder intereſſante Lecturen; die Scene ereignet ſich, zum Beiſpiel, in Africa:

„„Wo liegt Africa?““ fragt mich Claudine. „„Was iſt Africa?““

„Ich nehme einen Atlas, ich breite ihn auf dem Tiſche aus, und ich gewöhne das liebe Kind daran, auf der Landkarte die Lage, die Geſtalt der verſchiedenen Theile der Welt zu erkennenz; dann öffne ich ein geo⸗ graphiſches Lericon und gebe Claudine die ſummari⸗ ſchen Begriffe von Africa.

„Levaillant beſchreibt eine Elephantenjagd oder eine Straußenjagd; ich nehme meinen Buffon, ich leſe die anziehenden Blätter des unſterblichen Schriftſtellers

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