Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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„„Es war zwei Tage nach der Verheirathung des Herrn mit Madame .. Sie hatte Frangoiſe erſucht, die Wäſche, welche auszubeſſern wäre, für ſie auf die Seite zu legen. Ich befand mich in der Küche, und Madame ſagte zu uns: „Meine Freunde, wir müſſen uns mit einander verſtändigen und unſer Beſtes thun, damit Herr Dupleſſis zufrieden iſt . . . Ich bin hier Eure Gefährtin geweſen das vermehrt meine Freundſchaft gegen Euch und meine Dankbarkeit gegen Herrn Dupleſſis . . . Seien wir Alle glücklich, indem wir ihn glücklich machen . . Das iſt der einzige Be⸗ fehl, den ich Euch zu geben habe.““

„Mein Freund, der vollkommene Tact meiner Frau hat auch zur Folge, daß unſere Dienſtboten, weit ent⸗ fernt, eiferſüchtig auf ſie zu ſein, ſie lieben.

„Ich will Dich nun mit der Verwendung unſerer Tage bekannt machen.

„Claudine, ſobald ſie aufgeſtanden iſt, beſpricht ſich mit Frangoiſe über unſere Mahlzeiten, unterfucht die Wäſche des Hauſes, beſchäftigt ſich noch mit andern Einzelnheiten unſerer Wirthſchaft und vertheilt das Futter unter die Hühner unſeres Geflügelhofes; ihr Leben ſoll fortan unverſehrt bleiben, ich habe es ver⸗ ſprochen, und wir werden von ihnen in Zukunft nur noch ihre Eier fordern. Ich verſichere Dich, es iſt ein anmuthiges Gemälde, dieſes liebe Kind, das im⸗ mer noch zierlich als Bäuerin gekleidet iſt, in eine Ecke ſeiner Schürze den Haber ſchöpfen zu ſehen, den es ſeiner kleinen Menagerie zuwirft. Ich gebe ſodann Claudine ihre Lection im Leſen und im Schreiben; ſie macht erſtaunlich raſche Fortſchritte, ſie fängt ſchon an geläufig zu buchſtabiren, bildet leidlich ihr Ge⸗ und iſt mit den Elementen des Rechnens ver⸗ raut.

„Mein Freund, muß ich Dir ſagen, daß ich dieſe Lectionen ſo anziehend, ſo heiter als möglich mache?