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Lächerliche zu ſtreifen ſcheinen? Und dennoch vermöchte ich Dir nicht auszudrücken, wie wunderbar dieſer Name den zwiſchen uns beſtehenden Beziehungen, einer Mi⸗ ſchung von Liebe, von Vertrauen, von Ehrfurcht und von ernſter Zärtlichkeit, angemeſſen iſt. Dann müßte ich Dir die Phyſiognomie, den Ausdruck dieſer liebens⸗ würdigen kleinen Perſon ſchildern, wenn ſie nach einer der Lectionen im Leſen und Schreiben, die ich ihr jeden Tag gebe, ihr unſchuldiges, anmuthiges Geſicht gegen nic wendet und mit ihrer ſanften Stimme zu mir agt:
„„Iſt Väterchen mit ſeinem Kinde zufrieden?““
„Willſt Du einen andern Beweis von dieſem voll⸗ kommenen Tact, über den ich wahrhaft erſtaunt bin?
„Claudine hat eingeſehen, was, ich ſage nicht Schwieriges, ſondern Delicates in ihrer Stellung ge⸗ gen unſere Dienſtboten ſein konnte, deren Gefährtin ſie geſtern noch war, indeß ſie heute ihre Gebieterin iſt. Vernimm, was vorgefallen iſt und wie ich davon un⸗ terrichtet worden bin.
„Maury, mein Diener, gewährte ſich häufig die unſchuldige Zerſtreuung, im Garten nach den Elſtern zu ſchießen, die er mit einem eingefleiſchten Haſſe ver⸗ folgt; ihr Verbrechen beſteht in ſeinen Augen darin, daß ſie die kleinen Vögel freſſen, welche kaum in ihren Neſtern ausgekrochen ſind; er hatte von ſelbſt und vor meiner Verheirathung auf ſeinen Lieblingszeitvertreib verzichtet, weil er wußte, wie furchtſam Claudine iſt. Ich äußerte kürzlich gegen Maury, ich wiſſe ihm Dank für dieſe Aufmerkſamkeit.
„„Ah! Herr,“ antwortete mir der wackere Mann mit Thränen in den Augen, „es iſt das Wenigſte, daß man Aufmerkſamkeiten gegen Madame hat . Sie iſt ſo gut gegen uns! Der Herr weiß nicht, was ſie einſt zu uns geſagt hat?““
„„Nein was hat ſie Euch geſagt?““


