Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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ſah, kam mir durch eine ſeltſame Verkettung von Ibeen der Plan, mein Leben dem Glücke von Claudine zu weihen, und du ſcheinſt durch deine Liebkoſungen auch dieſen für uns ſo ſchönen Tag feiern zu wollen.““

„Was ſoll ich Dir ſagen, mein Freund, ſo wie ſich das Vertrauen zwiſchen uns feſtſtellt, gibt Clau⸗ dine, welche weder leſen, noch ſchreiben kann und in einem Dorfe durch Bauern erzogen worden iſt, jeden Tag Beweiſe von einem Tact und einem Zartgefühle, wie dies die verfeinertſte Erziehung nicht zu verleihen vermöchte.

„Von dieſem vollkommenen Tact, von dieſem na⸗ Zartgefühle vernimm unter Anderem ein Bei⸗ ſpiel:

„Ich fragte mich, mit welchem Namen Claudine mich nennen würde, wenn die eheliche Vertraulichkeit auf die Zurückhaltung folge, die Anfangs zwiſchen uns beſtanden hatte; würde Elaudine fortfahren, mich Herr zu nennen? Das wäre entſetzlich ehrerbietig ge⸗ weſen Würde ſie mich endlich Fernand nennen? Dieſe Benennung ſchien mir nicht zu vertraulich, aber zu jung von einem ſechzehnjährigen Kinde an einen Mann gerichtet, deſſen Haare faſt weiß ſind.

„Weißt Du, wie mich Claudine nun nennt? Ich würde zögern, es Dir zu ſagen, wüßte ich nicht, wie ſehr Du im Ernſte Alles das nimmſt, was mir perſön⸗ lich iſt, und wie Du zugänglich biſt, gleich Deiner Mutter, für dieſe Nuancen von Sprache und Gefühl, welche nur die auserkorenen Geiſter und Herzen auf⸗ faſſen und würdigen können; Claudine gibt mir einen reizend vertraulichen Namen, der jedoch ſehr bezeich⸗ nend iſt hinſichtlich meines Alters, der Dankbarkeit, die ſie für mich hegt, und der väterlichen Fürſorge, mit der ich ſie umgebe; mit einem Worte, Claudine duzt mich nie und nennt mich ihr Väterchen.

„Mein Freund, es wird Dir dies vielleicht an das