Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Ich.

„Ich habe Sie Anfangs mit Mitleid angehört; ja, ich verberge es nicht, das entſetzliche Loos, das Ihnen meine Treuloſigkeit zugezogen, hat in mir Gewiſſens⸗ biſſe erweckt, die ich Ihnen bei unſerem erſten Zuſam⸗ mentreffen geſtand.

Ceſarine. „Feiger!!! Sie bitten ſchon um Gnade!

Ich. „Ich bitte Sie nicht um Gnade; Sie ſind ein Weib ohne Erbarmen . .. Ceſarine. „Wie Sie ein Mann ohne Erbarmen geweſen ſind.

Ich.

„Es mag ſein. Ich ſagte Ihnen alſo, Anfangs ſeien meine Gewiſſensbiſſe erwacht, dann aber, ſo wie die hölliſche Bosheit Ihrer Seele ſich mir offenbarte, flößten Sie mir Abſcheu ein.

Ceſarine.

„Ich bin entzückt hierüber, denn Ihr Leben iſt auf immer an das meinige gekettet . ja, gekettet, das iſt das rechte Wort.

„Das iſt Unfinn! Ceſarine.

„Das iſt im Gegentheil ſehr logiſch, ſo logiſch als die Gemeinheit Ihrer Habgier . Sie werden mich nicht verlaſſen . . Sie werden eher alle Demüthigun⸗ gen verſchlucken, als daß Sie auf Ihre Eriſtenz eines vornehmen Mannes verzichten.

h.

„Das iſt abermals Unſinn.

Ceſarine.

„Oh! verſtändigen wir uns! es gibt ein Niveau von Nichtswürdigkeit, unter das Sie nicht hinabſteigen werden, ich weiß es wohl . . . Würde ich Sie, wenn ich Sie als einen vollkommen Elenden betrachtet hätte,