Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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zog ich mich, nachdem ich Sie zweimal geſprochen, in das Kloſter bis zu unſerer Verheirathungzurück. Ein Wort, eine unwillkürliche Geberde konnten Ihnen die Augen öffnen; Ihr Erhaltungsinſtinet mißtraute mir; Sie ließen mich durchMadame Raymondprüfen; ihr Scharffinn beun⸗ ruhigte mich, ich ſiegte darüber. Hätte ich für Sie das ge⸗ ringſte Mitleid bewahren können, es würde ſich in Ver⸗ achtung und Widerwillen verwandelt haben, als ich Sie, da ich die ganze Tieſe Ihrer Gemeinheit ſondiren wollte, glauben ließ, die Erbſchaft von meinem Manne ſei nichts geweſen. Sogleich geſtanden Sie mir zarter Weiſe Ihren Ruin; er machte unſere Heirath unmög⸗ lich: edel und hochherzig, wollten Sie mich nicht den Entbehrungen einer precären Exiſtenz ausſetzen. „Be⸗ ruhigen Sie ſich, mein Fernand,“ ſagte ich zu Ihnen, zich bin Millionen reich, und mein Bermögen gehört Ihnen.““ Dieſe Worte haben über Ihr Loos entſchie⸗ den, und Sie ſind mein, Fernand Dupleſſis. Sie haben mir einſt unverſchämt Ihren Namen verweigert! heute gehört Ihr Name mir! Sie haben mich einſt bis auf das Blut verletzt durch das Anbieten eines beleidigenden Almoſens, heute und fortan werde ich Sie fühlen laſ⸗ ſen, daß Sie in meinem Lohne ſind, wie der Letzte von meinen Lackeien. Sie hatten mich verächtlich zurück⸗ geſtoßen zur Zeit, da ich Sie noch wahnſinnig liebte; ich habe mich geweidet an Ihren Schmerzen, an Ihrer Wuth, als ich, nachdem ich in Ihnen Ihre Liebe glü⸗ hender, denn in der Vergangenheit, wiederbelebt hatte, mit einem keuſchen Verzichten den Ekel, den Wider⸗ willen, den Sie mir einflößten, maskirte! Und nun, Fernand Dupleſſis, ſage ich Ihnen, daß Sie mir ge⸗ hören. und nun ſage ich Ihnen, daß Sie jede Schande erdulden ſollen, welche über Sie zu verhängen mir belieben wird.“

Der unverſöhnliche Haß von Ceſarine diente mei⸗ nem Vorhabenz ich bezwang mich und antwortete: