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drig geboren, um ſeinen Namen zu tragen, gehalten hat! Ja! er wird mich heirathen, dieſer Meineidige, der zum Verräther an dem Schwure geworden, den er einem ſterbenden Freunde geleiſtet, welchen er entehrt hatte! Er wird mich heirathen, dieſer feige Egoiſt, der mich fortgejagt hat, als ich, ſeiner Ehre vertrauend, zu ihm kam und ſagte: Ich bin Mutter! . . Er wird mich heirathen, dieſer freche Ausſchweifling, der meine Liebe damit bezahlen wollte, daß er mir ein entwür⸗ digendes Almoſen zuwarf! Endlich kommt der unge⸗ duldig erwartete Tag! Jefferſon ſtirbt! Von dieſem Tage an gehörten Sie mir, Fernand Dupleſſis! Ich wußte Ihren Ruin! ich wußte das Geheimniß Ihres falſchen Aufwands! ich wußte, daß Sie nur für den Stolz und die Eitelkeit lebten! ich kannte Ihre zügel⸗ loſe Neigung für den Reichthum und für die Vergnü⸗ gungen, die er verſchafft . . . Ich wußte, es würde für Sie bald der Augenblick kommen, wo Sie zwiſchen einer Abſcheu erregenden Armuth und dem Selbſtmorde wählen müßten. Von da an koſtet mich nichts zu viel, um meinen Plänen den Sieg zu erringen; ich heuchle die brünſtigſte Frömmigkeit. Es gelingt mir, die Zu⸗ neigung von Perſonen zu feſſeln, deren Ehrenhaftigkeit mich beſchirmt; ich geite für eine Heilige, und zwei treue Diener ſind allein in das Geheimniß meines innern Lebens von jedem Tage eingeweiht . ein Leben, das ſehr wenig heilig, das ſchwöre ich bei Venus! Ich miethe das Haus in der Nähe des Ihrigen; eine, von mir beſtellte, Schwatzhaftigkeit des Portier macht, daß Sie in die Falle gehen; Sie glauben an die Be⸗ ſtändigkeit meiner Liebe; ich wende alle Mittel an, um Ihre Leidenſchaft bis zum Wahnwitze zu ſteigern; bei Ihnen erröthe ich, erbleiche ich, weine ich, mein Herz klopft, mein Buſen wogt, mein Blick, meine Stimme berauſchen Sie; wundern Sie ſich nicht über mein ſeltſames Komödiantintalent, ich ſchöpfte es aus meinem Haſſe! Doch aus Furcht, dieſen Haß zu verrathen,


