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dem Seidenſtoffe eines vergoldeten Meuble ſitzend, in dieſem koſtbaren Betzimmer, wo Alles an Gefühle der Fröm⸗ migkeit erinnerte, ſolche Begebenheiten in einer ſolchen Sprache erzählen hören, das war, um den Schwindel zu erzeugen!
Ich glaubte mich unter dem Alpe eines entſetzlichen Traumes, indem ich mir ſagte, dieſe Creatur ſei meine Frau . trage meinen Namen
Das war noch nicht Alles, Madame Dupleſ⸗ ſis erzählte mir mit einem verdoppelt unerſättlichen Cynismus, an welchem Orte und auf welche Weiſe ſie in Paris die Bekanntſchaft von Herrn Jefferſon ge⸗ macht, ehe ſie mit ihm nach America abgereiſt; ſie er⸗ zählte mir, durch welche Verkettung von Umſtänden ſie ihn dahin gebracht habe, daß er ſie geheirathet; ihre Erzählung überſtieg Alles, was mir der Oheim von Jean über Herrn Jefferſon mitgetheilt hatte. Nach die⸗ ſer Offenbarung, nachdem ſie mir dieſes Leben geſchil⸗ dert, das namenlos im Innern und äußerlich ehren⸗ haft, denn Herr Jefferſon empfing bei ſich die beſte Geſellſchaft von Paris, und der Ruf ſeiner Frau war rein geblieben, nachdem ſie mir endlich geſagt hatte, um welchen Preis ſie eines Tags die einzige Erbin des ungeheuren Vermögens dieſes Mannes zu ſein ver⸗ dient, — ein Vermögen, wie ſie mir nun nicht mehr verbarg, von ihm erworben mittelſt der ſtrafbarſten Manveuvres, — fügte Madame Dupleſſis bei:
„Das war alſo mein Leben! ich vervollkommnete mich in der Kunſt einer tiefen und unergründlichen Heuchelei, denn ich hatte Ihre Verwitwung und Ihren Ruin erfahren, Fernand Dupleſſis. Ich ſagte mir: Zefferſon iſt alt, ich bin jung, ich werde ihn überleben, ich werde ſein Vermögen erben, und es wird vielleicht der Tag kommen, glücklicher Tag! wo ich es, Witwe, noch ſchön und gewaltig reich, durch Liſt, Verſtellung und Gewandtheit dahin bringe, daß mich dieſer elende Hoffärtige heirathet, er, der mich für zu arm, für zu nie⸗


