Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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ber; mit meinem Gelde führen Sie ein großartiges Leben. Sie haben eine vortreffliche Tafel, die ſchön⸗ ſten Pferde von Paris, Ihren Platz in meiner Loge in der großen Oper und bei den Italienern. Sie find wie ein Fürſt eingerichtet; ich werde Ihnen über⸗ dies eine runde Summe für Ihre kleinen Vergnügun⸗ gen geben. Worüber beklagen Sie ſich?

Ich.

„Was Sie ſagen, iſt ja entſetzlich! Sie behan⸗ deln mich wie einen Elenden! Ihre ſcheinbare Zärtlich⸗ keit für mich war alſo nur Lüge und Heuchelei! ich war alſo Ihr Spielzeug, Ihr Gimpel! ... Es iſt eine ganze Offenbarung für mich .. was Sie mir da ſagen, Madame!

Ceſarine.

„Die Offenbarung mag gelten! Was ſchließen Sie

daraus?

Ich.

„Wenn Sie ſich ſo verſtellt, ſo ſeit unſerer Ver⸗ heirathung gelogen hahen, ſo waren Ihre religiöſen Grundſätze auch Lüge und Heuchelei?

Ceſarine.

„Geſtehen Sie, daß ich in jedem Falle meine Rolle

vortrefflich geſpielt hätte.

Ich.

„Oh! meine Ahnungen! .. Mein Gott! mein Gott! in welchen Abgrund bin ich gefallen!

Ceſarine.

„Ja, Sie ſind in den Abgrund gefallen, und Sie werden nicht mehr herauskommen, Fernand Dupleſſis! . Das ſage ich Ihnen heute am dritten De⸗ cember! und da Sie gewiſſe Tage vergeſſen, ſo werde ich Sie ſogleich an dieſen erinnern!“

Ich war ganz erſchrocken über den Ton und die Phyſiognomie von Ceſarine; ſie verwandelte ſich: die Verachtung, der Haß, der Triumph einer hölliſchen