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„Wenn Sie mich nicht lieben wollen, ſo verlaſſe ich Hyacinthe und gebe mich Ausſchweifungen hin, über die Sie erſchrecken werden!“
Ja, wäre unglücklicher Weiſe Ceſarine die wür⸗ dige Gefährtin, ich will nicht ſagen die Mitſchuldige, dieſes Ungeheuers der Ausſchweifung geweſen, deſſen ſchändliches Wüſtlingsleben die Entrüſtung der Städte, in denen er wohnte, hervorgerufen hat!
Wenn ſie bis jetzt die Keuſchheit, die Frömmig⸗ leit geheuchelt hätte, wie ſie ein außerordentliches Zartgefühl heuchelte, als ſie vor unſerer Verheirathung zu mir ſagte:
„Fernand, nie ein Wort zwiſchen uns über dieſe widerwärtige Geldfrage! Sie ſind der unumſchränkte Herr unſeres Vermögens!“
Und dennoch ließ ſie mich heute Morgen eine blu⸗ tige Demüthigung hinſichtlich dieſer Geldfrage erdul⸗ den, von der zu ſprechen ihr ſo widrig war!
Ja, wenn morgen die Ehebrecherin, das laſter⸗ hafte Weib frech die Maske abwerfen und meinen Na⸗ men entehren würde! Meinen Namen der ihr bleibt, was ſie auch thun, zu welchem Grade von Schande ſie auch herabſinken mag!
Mein Gott! wie viel ſchätzenswerthe, achtbare Leute habe ich gekannt, deren bis dahin verehrter Name mit der frechſten Schamloſigkeit ſynonym geworden iſt! Vergebens unbeſcholten, iſt der Name dieſer Männer, ſo lange geehrt durch die Redlichkeit ihres Vaters, durch die Tugenden ihrer Mutter, dreiſt, öffentlich, ungeſtraft durch eine Meſſalina profanirt, befleckt worden!
Ja, aus der beſcheidenen Dunkelheit hervortretend, in der ſich gewöhnlich der ehrliche Mann hält, wurde dieſer Name ſo verrufen durch das abſcheuliche Aerger⸗ niß, das die Frau veranlaßte, ſo erniedrigt und in den Koth gezogen durch die Schändlichkeit einer Perſon,


