Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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gen eine Dame verletzen, mein Freund, der wir, Sie und ich, ſo viel Ehrerbietung ſchuldig ſind? Ich werde alſo, mit Ihrer gütigen Erlaubniß, die Marquiſe ab⸗ holen, wie ich es mit ihr verabredet habe.“

Ich konnte, gegen den Willen meiner Frau, mei⸗ nem Kutſcher Befehl geben, ſich zur Verfügung von Frau von Montbriſon zu ſtellen; doch dieſer förmliche Widerſpruch gegen den Willen von Madame Dupleſ⸗ ſis war abermals eine Art von Eelat, und ich ſchwieg. Wir wechſelten über Tiſche ein paar unbebeutende Worte, und gegen halb acht Uhr ſtand ſie, immer hei⸗ ter, lächelnd auf, verlangte ihren Wagen und ſagte zu mir:

Mein lieber Fernand, Sie gehen entſchieden 1t?“

„Nein, doch ich werde Sie heute Abend bei Ih⸗ nen erwarten.“

„Geben Sie ſich dieſe Mühe nicht, mein Freund; ich weiß nicht, um welche Stunde ich nach Hauſe kom⸗ men werde, denn nach der Oper gedenke ich mich zu Frau von Surville zu begeben; es iſt ihr Empfangtag, und Sie wiſſen, daß man bei ihr ſehr lange bleibt . . . Doch morgen früh, bei meiner Rückkehr von der Meſſe, werde ich zu Ihren Befehlen ſein .. Guten Abend, mein Freund.“

Madame Dupleſſis ſtieg in ihren Wagen; ich kehrte in mein Zimmer zurück, und das Herz voll Bit⸗ terkeit, habe ich die einzeinen Umſtände dieſes verwünſch⸗ ten Tages niedergeſchrieben.

nich

Was nun thun, was glauben, was beſchließen?

Prüfen wir die Vorfälle ohne Hitze, ohne Ueber⸗ treibung.

Hat die von Ceſarine hinſichtlich der Bezahlung unſerer Ausgaben getroffene Maßregel wirklich keinen iber Zweck gehabt, als den, mich grauſam zu ver⸗ etzen?

Fernanb Dupleſſis. W. 3