Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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n. u⸗ te,

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Repreſſalien gegen mich zu üben, wegen ſei⸗

nes Bruches mit Frau von Meligny, und obſchon mir Ceſarine bis jetzt nie den leiſeſten Anlaß zur Eifer⸗ ſucht gegeben hat .. Vareuil iſt ſo geckenhaft, ſo compromittirend, und die Welt ſo läſterſüchtig, daß die ehrlichſte Frau, wider ihren Willen, durch die beharr⸗ lichen Bewerbungen dieſes Menſchen ſich dem öffent⸗ lichen Gerede preisgeben kann. Mein Aerger, mein Zorn erreichten auch ihren höchſten Grad, als ich Va⸗ reuil bei meiner Frau in dem Augenblick erſcheinen ſah, wo ich mit ihr eine demüthigende und ſtürmiſche Erklärung gehabt hatte.

Den Oberſten meinen Aerger und die Befürchtungen errathen laſſen, die mir ſeine unerwartete Rückkehr verurſachte, hieß ihm einen großen Vortheil über mich einräumen und ihn ergötzen in dem Haſſe, den er ohne Zweifel gegen mich hegte; ich mußte mir alſo Zwang anthun, in die Tiefe meines Herzens die bitteren, hef⸗ tigen, durch die Unterredung mit meiner Frau aufge⸗ ſtachelten Empfindungen zurückdrängen, eine lächelnde und feine Miene annehmen, um Herrn von Vareuil durchaus nicht vermuthen zu laſſen, wie ſehr mich ſeine Ankunft beunruhigte und erzürnte; ich wurde genug Herr meiner ſelbſt, daß es mir, wenigſtens wie ich glaube, gelang, ruhig und gleichgültig zu ſcheinen; ich ſuchte auch zu errathen, welchen Eindruck der An⸗ blick des Oberſten auf Ceſarine hervorbrachte; doch ſie blieb unempfindlich, unerforſchlich, und folgende Converſation entſpann ſich zwiſchen uns Dreien.

Vareuil, nachdem er ſich ehrerbietig vor meiner Frau verbeugt hatte, ſagte zu dieſer:

„Madame, ich habe nicht die Ehre gehabt, Ihnen vorgeſtellt zu werden, duch ich hoffe, Sie werden mei⸗ nen Beſuch gütigſt entſchuldigen .. . Ich komme von Africa an, und mein erſter Wunſch iſt geweſen, mei⸗ nem alten Kameraden von den Garden, meinem vor⸗ trefflichen Freunde Dupleſſis die Hand zu drücken.