Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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meiner Frau und die aufreizende Süßigkeit ihres frommen Lächelns verſetzten.

Plötzlich trat Stephen in den Salon ein und ſagte, indem er ſich verbeugte, zu mir:

„Der Herr Oberſt von Varenil wünſcht den Herrn zu ſprechen; ich glaubte ihn hierher führen zu müfſen.“

Und beinahe in demſelben Augenblick erſchien der

Oberſt.

XRl.

Ich hatte Herrn von Vareuil nicht wiedergeſehen, ſeit jenem Abend in der Italieniſchen Oper, in deſſen Folge ich von ihm das laconiſche Billet erhalten, das er auf den Vorzug anſpielenb, den mir fortan Frau von Meéligny zu bewilligen ſchien, mit den Worten ſchloß: Ich werde Ihnen das vergelten, mein Lieber.

Der Oberſt war bald nach dieſem Abenteuer mit ſeinem Regimente nach Algerien abgegangen, er kam ohne Zweifel von dort zurück, denn ſein vollkommen ſchönes und durch die Sonne Africas gebräuntes Ge⸗ ſicht hatte einen noch männlicheren Ausdruck als vor ſeinem Abgange; ſeine außerordentliche EFleganz, ſeine geſchmeidige und zugleich martialiſche Haltung, ſeine cavaliere Dreiſtigkeit, ſein geſellſchaftlicher Anſtand machten aus Herrn von Vareuil beim erſten Anblick einen ſehr verführeriſchen Mann, und obgleich er ein⸗ fältig war, konnten doch ſein Aplomb, ſein ſpöttiſcher Ton, ſeine Keckheit und ſein Jargon kurze Zeit ein Illuſton über die Armuth ſeines Geiſtes hervorbringen

Die Gegenwart des Oberſten bei Madame Du⸗ pleſſis war mir unerträglich; er hatte, wie er ſagte