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Liebſchaften, Korhphäen der Oper, mit; man ſpeiſte vortrefflich; man ſpielte ein hohes Spiel; die Zeit ver⸗ ging ſehr heiter; allmälig gelang es mir, wie ich es gehofft, durch Zerſtreuungen die Kälte von Ceſa⸗ rine zu vergeſſen; doch nach ungefähr einem Monat dieſer Exiſtenz, deren Belebtheit mir kaum Zeit zum Nachdenken ließ, wurde ich abermals von einem grau⸗ ſamen Schlage betroffen, und nach meiner Gewohnheit bei gewiſſen ernſten Umſtänden vertraute ich meinem Tagebuch das Geheimniß meiner Trübſale.
XX.
November 1833.
Armes Tagebuch! ſtummer Vertrauter meiner Ge⸗ danken; du, der Einzige, mit dem ich ohne Zwang zu ſprechen wage; ich komme zu dir zurück, du treuer Svpiegel von mir ſelbſt, wie man zu einem bewährten zurückkommt, deſſen Aufrichtigkeit uns ver⸗ etzt hat.
Kurze Zeit vor meiner Verheirathung, als ich meine Zweifel, meine Befürchtungen in Betreff der un⸗ auflösbaren Verbindung, die ich ſchließen ſollte, in die⸗ ſen unerbittlich wahren, reellen Blättern überſetzt ſah, warf ich ſie fern von mir; ſie ſagten mir:
„Nimm Dich in Acht . überlege, die finnliche Liebe und die Habgier berauſchen und verblenden Dich.
zHöre auf die unwillkürlichen Ahnungen, auf die unbeſtimmten Bangigkeiten, welche bewirken, daß Du dieſe Heirath zu ſchließen zögerſt.
„Höre beſonders anf die Stimme ſicherer und un⸗ eigennütziger Freunde.
„Jean und ſeine Mutter wiſſen von den Lebensvor⸗ gängen von Ceſarine nicht Alles, was, Du weißt, und


