Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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vennoch ermahnen ſie Dich, dieſe Verbindung zu ver⸗ ſchieben: der Inſtinct ihrer Rechtſchaffenheit ihrer Liebe für Dich ſagen ihnen, Frau Jefferſon ſei eine heuch⸗ leriſche, verſchmitzte Perſon, trotz ihres frommen, be⸗ ſcheidenen, zurückhaltenden Aeußeren, trotz der Zunei⸗ gung, mit der ſie Frau von Montbriſon beehrt.

Ja, die Blätter, die ich ſo eben wiedergeleſen, ſh mir das, und aus dieſem Grunde waren ſie mir äſtig. Ich verſchloß mein Ohr weiſen Warnungen, und ich befürchte, daß ich es immer mehr zu bereuen habe!

Sammeln wir unſere Erinnerungen, die Vorfälle dieſes Tages ſcheinen mir gefährlich bezeichnend!

Seit langer Zeit durch die Kälte von Madame Dupleſſis, die ſich übrigens als tadelloſe Gattin zeigte, zurückgeſtoßen, hatte ich in den Luſtbarkeiten einige Zerſtreuung für meine Trübſale geſucht. Da ich die Jagd ſehr liebte, ſo pachtete ich, wie geſagt, einen Theil des Waldes von Rambouillet und einen als Rendez⸗vous dienenden Pavillon, den ich meubliren ließ, um meine Freunde hier zu empfangen. Dieſe Einrich⸗ tung, die Gehalte der Jagdaufſeher, der Pachtzins be⸗ liefen ſich auf eine ziemlich bedeutende Summe, unge⸗ fähr auf zwölftauſend Franken; ferner wollte ich kürzlich die Wagenpferde meiner Frau erneuern und kaufte von meinem Pferdehändler ein Paar herrliche Carroſſiers um den Preis von neuntauſend Franken; auch brauchte ich etwas baares Geld für meine Privatausgaben; ich zog alſo nach meiner Gewohnheit nach Sicht auf Herrn Turpin, und zwar mittelſt einer Anweiſung von neun⸗ tauſend Franken, die ich als Zahlung meinem Pferdehändler ſchickte, und beauftragte meinen Kammer⸗ diener Dupin, beim Notar eine weitere Anweiſung von ſechzehntauſend Franken zu erheben, welche zu Beſtreitung meiner verſchiedenen Ausgaben beſtimmt waren: Dupin kam aber bald ohne Geld zurück und meldete mir, Herr Turpin habe von Madame den