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er bezahlte nach Sicht; hatte Madame Dupleſſis Geld für ihre Almoſen nöthig, ſo wandte ſie ſich an mich; eines Tags rieth ich ihr, ein paar ſchöne Güter zu kau⸗ fen, ſtatt ihr Vermögen ganz in verkäuflichen Werthen zu behalten; ſie antwortete mir: „Ich könne in dieſer Hinſicht nach meinem Gutdünken handeln, doch es ſcheine ihr, Güter und Häuſer bieten Schwierigkeiten in der Verwaltung und ziehen den Eigenthümern oft Verluſte zu, denen ein Vermögen im Portefeuille nicht ausgeſetzt ſei.“
Dieſe Bemerkung ſchien mir richtig; überdies hatte ich in Folge einer unwillkürlichen Erinnerung an den habgierigen Gedanken, der mich theilweiſe zu dieſer Heirath veranlaßt, einen ſolchen Widerwillen, mich mit den unſer Intereſſe betreffenden Angelegenheiten zu be⸗ ſchäftigen, daß ich nicht weiter auf dieſem Güteran⸗ kaufe, den ich Ceſarine gerathen, beſtand.
Was ſoll ich ſagen? hätte ich in meiner Frau die leidenſchaftliche Geliebte von Einſt wiedergefunden, ſo wäre ich der Glücklichſte der Menſchen geweſen; doch, traurig ſeltſame Lage! meine Frau war das Muſter der Gattinnen, man ſchätzte ſie, man ehrte ſie in der beſten Geſellſchaft; Frau von Montbriſon und einige andere Perſonen, deren Urtheil als eine mächtige Autorität galt, wiederholten mir unabläſſig: „Madame Dupleſſis iſt ein Engel!“ Ich genoß endlich alle Vortheile eines ungeheuren Vermögens, nachdem ich mit Schrecken den Abgrund meines Ruins ſich hatte vor mir öffnen ſehen
und jeden Tag verfluchte ich wieder dieſe Heirath. Ich ging zuweilen ſo weit, daß ich ausrief:
„Wäre meine Frau, ſtatt ein Engel zu ſein, ein Teufel der Heuchelei und hölliſcher Bosheit, ſie hätte das erſchreckliche Geheimniß entdeckt, mich zum un⸗ glücklichſten Menſchen zu machen, indem ſie ſich als die tadelloſeſte Gattin gezeigt!“
Dann, auf dieſe Uebertreibungen, folgte eine Rück⸗


