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ich für Sie hege, mein ganzes Leben hegen werde, und von der ich Ihnen, meine Gattinpflichten nach meinen beſten Kräften erfüllend, tauſend Beweiſe zu geben ſuche.“
Ich muß zugeſtehen, Madame Dupleſſis zeigte eine ſolche Zurückhaltung, eine ſolche Würde unter den Huldigungen, deren Gegenſtand ſie war, daß ſie nie den leichteſten Vorwand der reizbaren Empfindlichkeit
meiner Eiferſucht gab, welche doch ſo mißtrauiſch;
außer ein paar Frauen, unter denen die Marquiſe von Montbriſon, die ihr eine zunehmende Freundſchaft bezeigte, empfing Ceſarine Niemand des Morgens; ſollte ſie auf einen Ball oder in eine Soirée gehen, ſo unterordnete ſie immer ihren Willen dem meinigen, z zwar bis auf die Wahl und den Geſchmack ihres utzes.
Es ließ ſich nichts Regelmäßigeres, Erbaulicheres denken, als das Leben meiner Frau.
Jeden Morgen begab ſie ſich in die Meſſe, entwe⸗ der zu Fuß oder im Wagen; dann kam ſie zurück und ſetzte ſich zum Frühſtück; wenigſtens ein⸗ oder zweimal in der Woche ging ſie aus, um zu beichten, denn ſie communiecirte alle Monate; oft hatte ſie auch lange Unterredungen mit ihrem Beichtvater, einem alten Geiſtlichen, dem ſie, auf meine ſehr willig angehörten Bemerkungen, in ihrem Vertrauen die Stelle des jun⸗ gen Prieſters gegeben, welchen ich vor meiner Verheira⸗ thung zweimal bei ihr getroffen hatte; ihre religiöſen Uebungen und ihre weltlichen Verpflichtungen hielten Ceſarine nicht ab, ihr Haus zu überwachen und eine
vollkommene Ordnung darin zu erhalten; wir lebten auf einem ſehr großen Fuße, jedoch ohne tolle Ver⸗
ſchwendung.
Die Verfügung über unſer Vermögen blieb ganz mir überlaſſen; war eine Bezahlung zu leiſten, ſo gab ich eine Anweiſung auf Herrn Turpin den Notar, und
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