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digen, rechnete ſie auf ihren brünſtigen Glauben, und ſie täuſchte ſich nicht in ihren Hoffnungen. t
Alles war vergeblich! Betheuerungen der zärtlich⸗ ſten Liebe, Bitten, Aufbrauſen, gefolgt von Thränen des Flehens; ich konnte Madame Dupleſſis von ihren Entſchlüſſen nicht abbringen.
Sie gab mir übrigens zahlreiche Beweiſe von liebe⸗ voller Zuneigung; ihre engeliſche Sanftmuth verleug⸗ nete ſich nicht, und hätte ich in den rührendſten Zu⸗ vorkommenheiten, in den zarteſten Aufmerkſamkeiten einen Erſatz für meinen Kummer finden können, ſo wäre ich bald getröſtet geweſen; doch weit hievon entfernt, wa⸗ ren die erſten Zeiten dieſer Verbindung eine wahre Tortur für mich! *
Ich hatte allen Perſonen meiner Geſellſchaft ange⸗ kündigt, nach unſerer Verheirathung werden meine Frau und ich unſer Haus öffnen und Feéten geben; ich mußte mein Verſprechen halten. Dieſe Félen waren glänzend; Madame Dupleſſis machte die Honneurs ihres Hauſes mit einer vollkommenen Grazie; ihre Schönheit verdunkelte die aller Frauen; Jedermann be⸗ neidete mich um mein Glück.
Ach! man wußte nicht, daß, wenn ich wieder al⸗ lein in Geſellſchaft von Ceſarine war, nach dieſen glänzenden Feſten, deren Königin ſie geweſen, ich nach meiner Wohnung zurückkehrte und jie nach der ihrigen!
Zuweilen jedoch, wenn ich meine Entzückungen nicht beherrſchen konnte, warf ich mich, trunken vor Liebe, meiner Frau zu Füßen; dann verdüſterte ſich ihr lächelndes Geſicht, es nahm einen Ausdruck eiſiger Kälte an, und ſie ſprach traurig zu mir:
„Mein Freund, wenn Sie wüßten, wie ſehr Sie mich betrüben! .. Können Sie denn' nie dieſe ver⸗ gängliche, elende Schönheit vergeſſen, mit der mich der Zufall begabt hat! Oh! ich haſſe ſle, da ſie Ihnen Qualen bereitet. Ich bitte, mein Freund, begnügen Sie ſich mit der ernſten, zärtlichen Zuneigung, die


