Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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ſtreuen; dieſe erſte Wolke wird auch die letzte ſein, davon bin ich feſt überzeugt.

Kommen Sie, ich erwarte Sie in meinem Bet⸗ zimmer; Sie ſinden mich darin, den Herrn bittend, er möge Ihnen gute und dauerhafte Entſchlüſſe eingeben.

Ceſarine Dupleſſis.

Ich war wahnſinnig verliebt; dieſer myſtiſche Brief ließ mir keine Hoffnung, eine Kälte zu beſiegen, die mich nicht minder demüthigte, als in Verzweiflung brachte, denn dieſe Kälte glich einem unüberwindlichen Widerwillen.

Seltſames Zuſammentreffen! providenzielle Strafe! Meine Frau führte beinahe dieſelbe Sprache gegen mich, der ich mich einſt bei Albine bediente, um ihre Jugend in Eis zu verwandeln, indem ich ihr unabläſſig wieder⸗ holte: die Liebe habe nichts gemein mit den ſtrengen Pflichten der Ehe.

Feſt überzeugt von der unüberwindlichen Hartnäckig⸗ keit von Ceſarine in Betreff des Verzichtens, das ſie ſich in Form einer Sühne auferlegte, mußte ich mich in das Cölibat bei ihr fügen, trotz der Gluth meiner

e.

Ich ſollte meine Frau jeden Tag in vertrautem Verkehr ſehen, wir würden unter demſelben Dache woh⸗ nen, und ich müßte mit ihr leben, wie gewöhnlich die Ehemänner leben, nachdem ſie zehn Jahre verheirathet ſind, und wann würde das Ende dieſer täglichen Mar⸗ ter kommen? wenn die Schönheit von Ceſarine durch das Alter verwelkt wäre.

Sie hatte mich alſo hintergangen? Ihre Unruhe, ihr Erröthen, das Wogen ihres Buſens, Alles war alſo Lüge, wenn ich ſie vor unſerer Verheirathung in die Arme ſchloß?

Nein, ſie leugnete nicht das, was ſie ihre ſchlim⸗ men Regunſgen nannte, ſie hatte ſie bekämpft, ge⸗ bändigt; um ſie abermals zu bekämpfen und zu bän⸗