Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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meine Frau mit mir in unſer von Blumen balſa⸗ miſch duftendes, von Lichtern funkelndes Hotel zurück⸗ führte, gränzte auch mein Glück an Wahnwitz.

Ich wurde in meinen Hoffnungen betrogen.

Dieſe ſo leidenſchaftlich erſehnte Nacht war eine Nacht der Thränen, verzweiflungsvoller Betrübniß, toller Wuth und der Verfluchung meiner ſelbſt.

Erſte und grauſame Tänſchung!

Am andern Tage ſchrieb mir meine Frau folgen⸗ den Brief, den Aurora die Mulattin meinem Kammer⸗ diener übergab:

Heute Nacht haben Sie mich ſehr traurig, ſehr in Verzweiflung verlaſſen, mein zärtlicher Freund; Sie wollten mich weder anhören, noch verſtehen ..

Vielleicht werden Sie die Gewogenheit haben, meinen Brief zu leſen: er wird Ihnen mit wenigen Worten die Gründe einer Veränderung erklären, über die Sie ſo verdrießlich waren⸗

Seit unſerer erſten Trennung, mein Fernand, und obgleich an Herrn Jefferſon wiederverheirathet, bin ich treu Ihre Witwe geblieben.

Während dieſes langen Witwenſtandes hat ſich meine ganze Liebe für Sie in meinem Herzen concen⸗ trirt; hier hat ſie ſich geläutert durch die Kraft einer anbetungswürdigen Religion, welche die Opfer unſe⸗ rer irdiſchen Leidenſchaften mit götrlichen Hoffnungen bezahlt; meine Liebe hat ſich losgeſchält von dem, was daran Sinnliches warz ich konnte Sie auch ohne zu erröthen vor Gott lieben, der in der Tiefe unſerer ge⸗ heimſten Gedanken lieſt.

Als ich Sie nach Verlauf von mehreren Jahren wiederſah, verſetzten mich einige Rückerinnerungen an eine ſtrafbare Vergangenheit unwillkürlich in Unruhe; Sie ſind Zeuge meiner Gemüthsbewegung geweſenz doch zum Glücke hat mir Gott Gnade erwieſen und

mir die Kraft verliehen, daß ich dieſe ſchlimmen