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ſtänden abermals zu heirathen und ein armes Mädchen
der Unbilde auszuſetzen, zu leiden, was ich gelitten
habe, und noch Schlimmeres.
Außer Dir, meine zutß⸗ zärtliche Freundin, be⸗ traure ich Niemand auf der Welt.
„Mama wird mich ungefähr drei Monate bewei⸗ nen; mein Vater auch. Seine Thränen werden fließen oder anhalten, ganz genau nach der Dauer der Thränen meiner Mutter. Arme, theure Mutter! glaube nicht, es ſei die geringſte Bitterkeit in meinem letzten Ge⸗ danken für ſie. Nein, nein; ſie hat mich ſo ſehr ge⸗ liebt, als ſie mich lieben konnte. Leider war ich nicht moraliſch ihre Tochter, ſonſt hätte ich gelebt wie ſie, wäre alt geworden wie ſie, und hätte wie ſie eine Tochter verheirathet — ſfeſt überzeugt, ihr Glück ge⸗ ſichert zu haben, hätte ich ihr hunderttauſend Thaler Mitgift und das, was man einen galanten Mann nennt, zum Gatten geben können.
„Das Feſt meiner Jugend wird nicht lange ge⸗ dauert haben, meine arme Hermance! es hat die ganze Zeit des Aufenthalts von Madame Rahymond hier ge⸗ dauert, und ſogar nach ihrer Abreiſe habe ich noch gute Tage gehab.
„Beklage mich nicht; ich habe während dieſer Mo⸗ nate, durch Madame Rahmond und ihren Sohn, mehr gelebt, als ich ohne ſie mein ganzes Leben gelebt hätte.
„Sprich, Hermance, es iſt etwas Sonderbares um das Schickſal!
„Wer mir vor fünfzehn Monaten geſagt hätte, ich müſſe in dieſem Schloſſe ſterben, von dem ich nie hatte ſprechen hören, hier allein ſterben, entfernt von Dir und meiner Familie, und meine letzten Blicke werden auf dieſe weiße Tapete mit ihren rothen Chineſen, die mein Zimmer verziert und in dieſem Moment einen ſeltſamen Eindruck auf mich macht, geheftet ſein . ..
„Wo wäre ich, was wäre ich, hätte Herr Dupleſſis nicht an einem ſchönen Tag die Laune gehabt, ſich zu


